Bekleidung

Pelzprotest bei Kaufhof

Kaninchen wollen ihre Haut selber tragen

Die Kampagnengruppe „Offensive gegen die Pelzindustrie“, die sich aus zahlreichen lokalen und regionalen Tierrechtsgruppen zusammensetzt, nimmt mehrere Funde von Produkten aus Kaninchenpelz im Sortiment von Kaufhof-Filialen zum Anlass, jetzt zu Protesten gegen die Warenhauskette aufzurufen.

Kaninchen wollen ihre Haut selber tragen / Foto (c) Christine Esch

PETA hatte bereits im Oktober letzten Jahres die Warenhauskette über die qualvollen Bedingungen für Kaninchen informiert, mit der Bitte, zukünftig von dem Verkauf von Produkten aus Kaninchenpelz abzusehen. Für die Pelzindustrie  müssen Kaninchen ein leidvolles Leben in winzigen Drahtgitterboxen verbringen. Die Käfige haben keine festen Bodenplatten oder Einstreu, sondern Gitterböden, damit Kot und Urin direkt hindurch fallen können. Kaninchen sind von Natur aus sehr gesellige und reinliche Tiere. Durch die Isolierung und die vom Boden aufsteigenden Kotgerüche und daraus resultierenden Ammoniakdämpfe leiden die Tiere zusätzlich. Die Schlachtmethoden sind genauso grausam: Viele Tiere sind wegen einer unzureichenden Betäubung bei vollem Bewusstsein, während sie an einem Fließband hängen und von einem elektronisch betriebenen Messer die Hälse aufgeschlitzt bekommen. Oft wird den Kaninchen einfach mit brachialer Gewalt der Schädel eingeschlagen oder das Genick gebrochen.

Wir hatten dem Kaufhof-Konzern auch dieses Video zur Verfügung gestellt, wo die grausamen Haltungs- und Tötungsbedingungen offengelegt werden. Eine Antwort von den Kaufhof-Verantwortlichen an PETA steht noch aus, wurde aber nach nochmaliger Nachfrage zugesagt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Kaninchenpelz genauso wie die Haut von Nerz, Fuchs oder Marderhund gänzlich aus dem Sortiment der Mode- und Einzelhandelsunternehmen verschwindet.

Bitte werdet aktiv: Tipps, was du gegen das Tierqualprodukt Pelz unternehmen kannst, findest du hier.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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