Pelz

Kanada: Warum Sattelrobben erschlagen werden

Ein blutiges Schauspiel findet aktuell auf Kanada’s Eis statt: Seit Sonntag dürfen Robbenjäger offiziell Jagd auf 400.000 junge Sattelrobben machen. Zuvor fiel die Kegelrobbenjagd auf 60.000 Tiere in den letzten Wochen glücklicherweise fast komplett aus. Doch die Lokalregierung von Neufundland und Labrador hat der Robbenindustrie vor wenigen Tagen einen Rettungsschirm von 2 Millionen kanadischen Dollar zur Verfügung gestellt, damit ein Teil der Jagd doch stattfinden kann.

Jagd nur mit Steuergeldern möglich

Die zwei kanadischen Firmen Carino und PhocaLux können die Steuergelder empfangen, um Robbenprodukte wie Pelz und Öl von den Jägern aufzukaufen. Bei einem Preis von schätzungsweise 35 kanadischen Dollar für einen Robbenpelz, ist die Jagd auf rund 57.000 Sattelrobben damit finanziell möglich. Ohne diese Subventionen, wäre die kommerzielle Robbenjagd in Kanada de facto am Ende. Überraschend gab das Unternehmen Carino bekannt, dieses Jahr jedoch keine Robbenpelze zu kaufen, da man auf den Pelzen und dem Öl der vergangenen Jahre sitzengeblieben ist.

Der Kampf geht weiter

Traurigerweise sind bereits einige hundert Sattelrobben den Jägern bereits zum Opfer gefallen. Die Babyrobben werden meist von Booten aus angeschossen und verbluten auf dem Eis. Anschließend schlagen die Robbenjäger mit Spitzhaken auf ihren Schädel ein. Um diesen Grauen ein Ende zu bereiten, setzt sich PETA international dafür ein, dass weitere Länder den Handel mit Robbenpelzen aus Kanada einstellen, wie wir es in der EU, in Russland, den USA, der Schweiz oder Taiwan bereits erreicht haben.

Jetzt protestieren!

Bitte fordere die kanadische Regierung in unserer Petition auf, dass Robbenmassaker sofort einzustellen und keine weiteren Subventionen in eine tote Industrie zu stecken.

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Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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