Bekleidung

Musiklegende Morrissey gegen blutige Wolle

Die Musiklegende Morrissey hat in einem Brief die grausame Prozedur des Mulesings an australischen Merino-Schafen kritisiert. Für PETA ASIA schrieb er an den japanischen Bekleidungsgroßhändler Uniqlo keine australische Wolle mehr von Schafen zu beziehen, denen beim Mulesing ohne Betäubung Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weggeschnitten werden.

Charlie Llewellin / cc 2.0, http://ow.ly/aLtiX

„Vor Jahren schrieb ich den Song Meat is Murder und heute bin ich versucht den Nachfolger Mulesing is Misery zu schreiben.“, schreibt der ehemalige The Smiths-Sänger Morrissey in seinem Brief. Die faltig hochgezüchteten Merino-Schafe tragen unnatürlich viel Wolle und brechen in der australischen Hitze häufig zusammen, während Urin und Fäkalien in den Hautfalten Fliegen anlocken, die hier ihre Eier ablegen. Nach einem derartigen „Fliegenbefall“ fressen sich die schlüpfenden Larven  regelrecht in die wehrlosen Schafe hinein. Dabei existieren Alternativen zu Mulesing, wie humanere Zuchtprogramme oder besseres Monitoring und Pflege der Schafe.

Morrissey fragt deshalb den Vorstandsvorsitzenden von Uniqlo: „Australien ist das einzige Land der Welt, in dem noch Mulesing praktiziert wird. Wollen Sie nicht den vielen internationalen Unternehmen beitreten, die ein Verbot von Mulesing-Wolle eingeführt haben?“ Dazu gehören mittlerweile H&M, C&A und Hugo Boss.

Bei PETA UK könnt ihr Morrissey‘s Aufruf beipflichten und Uniqlo zum Handeln auffordern.

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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