Bekleidung Exoten

Luxushandtaschen verursachen Artensterben bei Reptilien

Geköpfter Bindenwaran in einer Exotenlederfabrik © PETA USA
Geköpfter Bindenwaran in einer Exotenlederfabrik © PETA USA
Geköpfter Bindenwaran in einer Exotenlederfabrik © PETA USA

In Südostasien schreitet das Artensterben durch die wirtschaftliche Ausbeutung und Zerstörung der Lebensräume weltweit am schnellsten voran. Insbesondere die Artenvielfalt bei Repitilien ist durch unkontrollierte Wildfänge und den Handel mit Exoten und ihren Häuten bedroht, bestätigt eine neue Studie deutscher und indonesischer Forscher. So werden jährlich allein rund 450.000 Bindenwarane (Varanus salvator) für Luxushandtaschen aus Exotenleder getötet und nach Europa, USA, Japan und China exportiert.

„Vor allem der intensive und schlecht überwachte Handel mit Inselarten lässt befürchten, dass einige dieser Populationen dem Fangdruck auf Dauer nicht Stand halten können und demnach ausgerottet werden“, kritisiert Dr. André Koch vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn.

Indonesische Lederfabrikaten schlagen mit Hämmern brutal auf die Warane ein, was jedoch sehr häufig nicht zum sofortigen Tod oder Bewusstlosigkeit führt. Deshalb werden viele der Warane noch bei lebendigem Leib gehäutet. Oft wird den gefesselten Tieren noch lebendig der Kopf abgeschnitten, welcher aufgrund des langsamen Stoffwechsels bei Reptilien noch eine Weile weiterlebt.

Bitte kaufe keine exotische Häute in Form von Handtaschen, Schuhen oder Armbändern und informiere deine Freunde über die Grausamenkeiten hinter Exotenleder!

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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