Bekleidung Wolle

Hunderte Schafe sterben auf dem Weg nach Israel

Durch einen Maschinenschaden hatte sich die Tortur der Tiere an Bord  des Megafrachters Ocean Drover um zwei Wochen verlängert – mit tödlichen Folgen. Nach Medienberichten sollen bis zu 30 Schafe am Tag auf dem Lebendexportschiff gestorben sein. Das Schiff sollte 42.000 Schafe und 6.000 Kühe nach Israel und Jordanien bringen. Im Roten Meer musste das Schiff mehrere Tage stoppen, um die Maschinen zu reparieren und konnte nur mit gedrosselter Geschwindigkeit weiterfahren. Statt der üblichen 14 Tage vom westaustralischen Hafen Fremantle nach Eilat in Israel, benötigte das Schiff einen Monat für die Reise und kam erst am 18. Februar 2014 im Zielhafen an.

Die Folgen für die Tiere sind verherrend. Der enorme Stress und die Enge an Bord führen bei den geschwächten Tieren zu weiteren Verbeitungen von Viren-Infektionen und Ausbreitung von bakteriellen Krankheiten, die unbehandelt schnell tödlich enden. Lediglich ein Veterinär und vier Tierpfleger sollen sich an Bord befunden haben. Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass die selbst das australische Landwirtschaftsministerium erst ab einer Todesrate von 2 Prozent Ermittlungen aufnimmt. Im aktuellen Fallen mussten also erst über 960 Tiere qualvoll sterben, bevor für der Staat überhaupt Handlungsbedarf sah und die verantwortliche Firma Wellard Rede und Antwort stehen muss. Erst vor wenigen Tagen wurde ein weiterer vertuschtes Massensterben auf einem Lebendexportschiff von August 2013 öffentlich, bei dem fast 4.200 Schafe an Hitzetod starben.

Lebendexport stoppen!

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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