Bekleidung Pelz

China: Die Pelzblase ist geplatzt

Gute Nachrichten! Die erzielten Preise für Pelze sind auf den internationalen Pelzauktionen im Jahr 2014 um 40 bis 70 Prozent eingebrochen. Die Gewinne aus dem Pelzhandel gehen für Züchter und Verkäufer drastisch zurück – insbesondere in China. Auf den aktuellen September-Auktionen in Kopenhagen lagen die Preis im Schnitt 55 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Chinesen und Russen kaufen weniger Pelze

Ein Grund für den Rückgang bei den Pelzpreisen ist die sinkende Nachfrage nach Luxusprodukten in China oder Russland. Zwar gibt es traditionell noch viele Pelzträger in beiden Ländern, aber die gut gebildete und junge Mittelschicht in China hat in den letzten drei Jahren immer weniger Luxusprodukte wie Pelze nachgefragt. Zudem werden immer mehr Chinesen aktiv gegen Tierquälerei und protestieren etwa bei der Pelzmesse in Hongkong oder NGOs informieren Kinder in Schulen über das Leid von Tieren. Die Anti-Korruptionspolitik der chinesischen Regierung erschwert zudem teure Geschenke an Beamte und Parteikader. In Russland machen die aktuellen Handelssanktionen und warme Winter der Pelzindustrie weiterhin zu schaffen.

Millionen Nerze werden verschont

Der Preiseinbruch bei Pelz hat jetzt schon Auswirkungen für die Tiere. So berichtet das Auktionshaus Amercian Legends, dass chinesische Pelzfarmer aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Jahr 2014 40 Prozent weniger Nerzbabies gezüchtet haben. Somit ist etwa 12 Millionen Nerzen ein qualvolles Leben in winzigen Drahtkäfigen erspart geblieben, sowie die Tötung durch Gas, Genickbruch oder Gift. PETA kämpft deshalb verstärkt in China und Russland für die Tiere in der Pelzindustrie und klärt die Menschen über Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung von Promis und Recherchen auf. Den jeder Pelz der nicht gekauft wird, rettet langfristig Tierleben.

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Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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