Bekleidung Leder Pelz

Blutige Kadaver und gehäutete Menschen

Anfang November fand meine erste Demo – Tour statt. Passend zum Winter ging es unter anderem um Pelz: In der Bekleidungsindustrie leiden viele Tiere Höllenqualen, während sie bei lebendigem Leib gehäutet werden. Für Pelz und Leder. Damit der Mensch nicht friert. Was für eine makabre Ironie …

Der weltweite Hauptexporteur für Pelze ist China. Auf den Pelzfarmen werden Tiere wie Füchse, Nerze, Hunde und Katzen gehalten. Um den größtmöglichen Profit auszuschlagen, werden die Tiere in winzige, dreckige Gitterkäfige gesperrt. Natürlichen Lebens – und Verhaltensweisen kann so in keiner Weise nachgegangen werden. Verhaltensstörungen in Form von Selbstverstümmelungen und Kannibalismus sind häufig die Folge.
Für die Häutung werden die Tiere mit einem Knüppel erschlagen. Doch in vielen Fällen leben die Tiere noch, wenn begonnen wird, die Haut von den Beinen zu schneiden. Wehren sie sich zu sehr, wird auf Kopf und Hals getreten, damit ein sauberer Schnitt erfolgen kann. Ist das Fell vollständig abgezogen, werden die gehäuteten Körper auf einen Berg blutiger Tierleichen geworfen. Manche leiden noch fünf bis zehn Minuten, bis ihr Herz aufhört zu schlagen.

Auch Leder stellt die Haut eines Lebewesens dar. Für die Produktion von Möbeln und Bekleidung werden Rinder und auch Arten wie Krokodile in Schlachthäusern und anderen Todeshäusern gehalten. Alle leiden unter der Enge der Käfige. Kastrationen, Hörner – und Schwänze stutzen findet ohne Betäubung statt. Auch hier sind keine natürlichen Lebensweisen mehr möglich.
Bei der Schlachtung schlägt die Betäubung allein in deutschen Schlachthäusern jährlich bei etwa 330.000 Rindern fehl. Sie erleben bei vollem Bewusstsein das Ausbluten und das Abschneiden der Haut.

In der heutigen Zeit ist es nicht mehr notwendig, auf tierische Produkte zurückzugreifen. Es gibt eine Menge tierfreundlicher Alternativen. Baumwolle zum Beispiel.

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Aktion in Heidelberg

Da viele Menschen sich dieses Leides nicht bewusst sind, wollten wir von PETA Deutschland darüber aufklären. Unter dem Motto „Niemand möchte gehäutet werden – Tiere auch nicht“ stellten Aktivisten in Ganzkörperkostümen gehäutete Menschen dar und unterstrichen somit das Tierleid in der Bekleidungsindustrie. Wir bereisten sechs Städte in Süddeutschland und bekamen überall viel Aufmerksamkeit. Auch von den Medien.

Natürlich gab es Kritiker, die meinten, es sei verantwortungslos, so etwas vor den Kindern zu zeigen. Oder es stimme nicht, was wir sagen. Dies sind häufig Leute, die sich persönlich angegriffen fühlen, dabei wollen wir lediglich aufklären und niemanden persönlich verurteilen.
Aber ebenso gab es auch viele positive Reaktionen. Eine Dame fragte mich ganz erschüttert, ob das denn wirklich so wäre, was auf den Plakaten zu sehen ist. Und viele Zurufe, dass wir eine tolle Arbeit machten, erreichten uns. Besonders gefreut habe ich mich über ein Elternpaar, das versuchte ihrer Tochter auf liebevolle Weise zu erklären, was wir darstellen wollten.
Viele Flyer wurden uns abgenommen, viele Menschen machten Fotos und kamen mit uns in wertvolle Gespräche.

Es war eine sehr erfolgreiche Tour und ich weiß, dass wir die nötige Aufmerksamkeit erhalten haben und einige Leute zum Nach – und sicher auch zum Umdenken anregen konnten. Sicher wird der ein oder andere Pelzmantel oder Lederschuh im Regal stehen gelassen. Ein kleiner Schritt in eine tierfreundliche Welt, ein riesen Schritt für die leidenden Tiere in den Todeshäusern.

Auch du möchtest Teil einer solchen Aktion werden und dich für Tiere stark machen? Dann melde dich im Aktivistennetzwerk an.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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