Bekleidung

Babyschaffelle: Chemie statt „Naturprodukt“

Creative Commons Dylan O'Donnell 2010 via deography.com
Creative Commons Dylan O’Donnell 2010 via deography.com

Die Zeitschrift Ökotest weist in einem aktuellen Labortest bei Babyschaffellen das krebsverdächtige Formaldehyd und Pestizide nach. Die Problematik hinter den Tierhäuten beginnt schon bei der Haltung von Schafen und zieht sich über giftige Gerbung bis in die Kinderstuben.

Weltmarktführer Henan Prosper kauft die Schaffelle beispielsweise aus Australien, wo die Schaf- und Wollindustrie für die barbarische Verstümmelung von Lämmern namens „Mulesing“ und den grausamen Lebendexport verantwortlich sind. Ökotest fand auch Spuren des Pestizids Cypermethrin, in dem einige Schafzüchter ihre Tiere zur Abwehr gegen Zecken und Mücken baden.

Die weltweite Spur der Schafhäute führt zur Gerbung häufig nach China, wo mit gesundheitsgefährdenden Chromsalzen und Formaldehyd der Verwesungsprozess der Tierhäute gestoppt wird. Arbeiter leiden mangels Arbeitsschutz unter schweren Chromallergien und hochgiftige Abwässer gelangen teils ungefiltert in Flüsse und das Grundwasser. „Naturprodukt“ ade.

Für Babys sind zu weiche Unterlagen, wie Schaffelle, wegen des plötzlichen Säuglingstodes generell nicht als Schlafunterlage geeignet. Für den tierlieben und schadstofffreien Kuschelfaktor sind einfache Decken aus pflanzlicher Baumwolle oder modernen Mikrofasern die bessere Wahl!

Über den Autor

Frank

ist Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie und fühlt sich gut in veganer Mode und wilden Wäldern.

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