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Aufgedeckt: Baby-Lammfell von Drogeriemarkt dm mit Schwermetallen belastet

Jeder Mutter wird es sicherlich unwohl bei dem Gedanken ihr Neugeborenes auf die Haut eines toten Babylamms zu legen. Erst recht, wenn dadurch die Gesundheit des Kindes nachhaltig geschädigt werden kann.
Wie die Zeitschrift Öko-Test in ihrem Jahrbuch 2013 veröffentlichte, sind Babyschaffelle häufig mit gesundheitsschädlichen Substanzen aus dem Gerb- und Herstellungsprozess belastet. Dies veranlasste uns von PETA dazu, auch das ALANA-Baby-Lammfell von dm einer umfangreichen Laboruntersuchung zu unterziehen.
Die Untersuchung ergab, dass das entsprechende Lammfell erhöhte Aluminium- und Quecksilberwerte aufweist. Die giftigen Schwermetalle können über Speichel und Schweiß aus dem Fell gelöst, von Säuglingen oder Kleinkindern aufgenommen werden und mögliche Gesundheitsschäden verursachen.

Obwohl wir von PETA das Unternehmen mit dem Analyseergebnis konfrontiert haben und es dazu aufgerufen haben, den Verkauf des Lammfells aus Tierschutz- und Gesundheitsgründen einzustellen, befindet sich das Produkt nach wie vor im Sortiment der Drogeriemarktkette. Dadurch stellt das Unternehmen wirtschaftliche Interessen in den Fokus seiner Arbeit und beweist nicht nur ein mangelndes Bewusstsein für den Tierschutz sondern auch ein mangelndes Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit der Kunden, insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern.

Was könnt ihr tun?

 Appelliert auch ihr an die Verantwortung und das Mitgefühl des Unternehmens und fordert dm per Mail oder telefonisch dazu auf das Lammfell durch tierfreundliche Alternativen wie Fleecedecken aus feiner Bio-Baumwolle oder leichte Steppdecken mit Lyocell-Füllung zu ersetzen.

 

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Hintergründe zum Testergebnis

Die Analyse des ALANA Baby-Lammfells orientiert sich an den strengen Anforderungen des IVN Naturleder. Besorgniserregend ist vor allem der hohe Aluminiumwert von 1700 mg/kg, der die Anforderungen des IVN (500 mg/kg) um mehr als das Dreifache übersteigt. Auch der Quecksilber-Wert von 0,4 mg/kg war in der eingesandten Probe entsprechend den Anforderungen des IVN (0,2 mg/kg) um das Doppelte erhöht.

Was ist so gefährlich an Aluminium und Quecksilber?

Aluminium reichert sich im Laufe des Lebens im Körper an und birgt ein erhebliches Gefährdungspotenzial hinsichtlich seiner reproduktionstoxischen Wirkung, der Wirkung auf das Nervensystem und der Entwicklung des Skelettsystems. Auch Quecksilber ist für seine toxische Wirkung auf das Nervensystem und auf Stoffwechselorgane wie Leber und Nieren bekannt und kann diese nachhaltig schädigen.

Schafe für Wolle, Leder und Lammfell verstümmelt und misshandelt

Neben den gesundheitlichen Risiken, ergeben sich aus der Schafhaltung auch viele tierrechtliche Probleme: PETA USA hat in den vergangenen zwei Jahren auf 37 Schaffarmen in den USA, Australien und Argentinien ermittelt und konnte in jeder einzelnen Recherche dokumentieren, wie Schafe und Lämmer zur Gewinnung von Wolle, Leder und Lammfell verstümmelt, bei der Schur geschlagen, getreten und bei vollem Bewusstsein gehäutet werden. Auch in Deutschland hat PETA bereits Strafanzeige gegen Schäfer und Scherer wegen Vernachlässigung und Misshandlung gestellt.
Wer diese Tierqual verhindern möchte, entscheidet sich daher für Bekleidung aus pflanzlichen und synthetischen Materialien.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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