A Year of Change – drei Organisationen, die viel bewegen
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A Year of Change – drei Organisationen, die viel bewegen

Year of Change Titelbild

Seit einem Jahr gibt es das PETA Projekt Year of Change. Es richtet sich an Aktivisten und Tierrechtsgruppen aus osteuropäischen Ländern der EU und ermöglicht ihnen, sich für eine einjährige Förderung zu bewerben. Mit der Unterstützung von lokalem Aktivismus möchten wir neuere und oder kleinere Organisationen dabei unterstützen langfristig für Tiere aktiv sein zu können. Daher haben wir uns besonders darüber gefreut, dass sich für das erste Förderungsjahr 2017/18 direkt 27 Organisationen beworben haben. Der Auswahlprozess war dementsprechend schwer.

Aber wer erhält die Förderung jetzt?

Gefördert werden derzeit Nähtamatud Loomad aus Estland, Dzīvnieku Brīvība aus Lettland und Tušti Narvai aus Litauen. Durch die Kombination von eigenen Ressourcen und der Year of Change Förderung, konnten sich die Organisationen weiterentwickeln und haben im Zeitraum Oktober bis März folgende tolle Erfolge erzielt.

Nähtamatud Loomad aus Estland

Mit dem vorherigen Arbeitsfokus auf Tierhaltung und pflanzliche Ernährung möchte die Organisation auch während des Förderungsjahres auf pflanzliche Alternativen aufmerksam machen und deren Präsenz und Sichtbarkeit im Handel verbessern. Zusätzlich soll auch mit Unternehmen und gastronomischen Einrichtungen in Kontakt getreten werden. Es sind aber auch viele interne Entwicklungen geplant um Nähtamatud Loomad zu einer langlebigen Organisation zu machen.

Dabei war die Year of Change Förderung bereits ein erster wichtiger Schritt, da diese eine Vollzeitstelle zu ermöglichen. In bezahlter Vollzeit tätige Aktivisten sind ein wichtiger Bestandteil um die Arbeit der Organisation wirksam und langfristig zu erhalten. Allerdings benötigt der Einsatz für Tiere vor allem auch die Unterstützung von vielen engagierten ehrenamtlichen Aktivisten, weshalb es bei Nähtamatud Loomad nun eine interne Übersicht von relevanter Literatur und relevantem Videomaterial gibt, um alle involvierten Aktivisten in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Der so ermöglichte Wissenstransfer und die interne Stärkung der Organisation ermöglichte sowohl eine umfassende Kampagne gegen Eier aus Käfighaltung als auch eine bildungsorientierte Kampagne (diverse Vorträge und Veranstaltungen) über pflanzliche Ernährung. In Folge der Kampagnen hat der größte regional tätige Lebensmittelhändler zugesagt künftig keine Eier aus Käfighaltung zu verkaufen.

Dzīvnieku brīvība aus Lettland

Nachdem die Organisation letztes Jahr erfolgreich ein Wildtierverbot in Zirkussen durchsetzen konnte und sich in ihrer Arbeit bisher viel mit Pelzfarmen, der Produktion von Eiern und Schweinehaltung auseinandergesetzt haben, möchten sie während des Year of Change vor allem an einer Unternehmenskampagne zu Legehennen arbeiten und ihre interne Organisation und Struktur verbessern.

Die Förderung und ehrenamtliche Unterstützung haben der Organisation wichtige Erfolge ermöglicht. Beispielsweise haben sie zusammen mit der Open Wing Alliance eine Kampagne gegen RIMI, den größten Händler von Käfigeiern in Lettland, umgesetzt. Elf Protestaktionen und der Aktivismus von 400 Menschen haben RIMI überzeugt ab 2025 keine Eier aus Käfighaltung mehr zu vertreiben. Weitere Händler haben diesem Schritt ebenfalls zugestimmt.

Demo gegen RIMI © Dzīvnieku brīvība

Den Verbraucher in ihre Kampagnen einzubinden hat mit der Vegan Challenge im November funktioniert: Es gab 2500 Anmeldungen, davon gaben anschließend 20% der Teilnehmer an weiterhin vegan, und 25% weiterhin vegetarisch leben zu wollen!

Intern hat sich das Team von Dzīvnieku brīvība auf die Organisation und das Management von Freiwilligen konzentriert. Eine online Datenbank für gesammelte Informationen, Hinweise und Anweisungen wurde erstellt, diverse Workshops für die Aktivisten organisiert und damit eine gute Basis an ehrenamtlichen Aktivisten für die kontinuierliche Tierrechtsarbeit gebildet.

Veranstaltung „Vegan Day“ © Dzīvnieku brīvība

Tušti narvai aus Litauen

Vor dem Programmstart haben Tušti narvai vor allem Recherchen in der Pelzindustrie durchgeführt und Lobbyarbeit für vegane Optionen in der Gastronomie betrieben. Ziel für das Förderjahr ist es verstärkt in den Austausch mit Unternehmen zu treten, das Leid in der Tierhaltung aufzuzeigen und interne Strukturen zu überarbeiten.

Mit der umfangreichen Kampagne The Price off Eggs konnte das toll umgesetzt werden. Trotz anfänglichem Widerwillen mussten die zuständigen Behörden bei betrieblichen Missständen eingreifen und die aufgezeigten Missstände wurden bestätigt.

Und auch in Litauen hat die Kampagnenarbeit dazu geführt, dass alle großen Supermärkte (darunter auch wieder RIMI) und sogar Hotels und Restaurants sich der Käfig-frei Forderung von Tušti narvai gebeugt und hierzu Veränderungen zugesagt haben.

© Tušti Narvai

Um auch den Verbrauchern zu vermitteln, wie wichtig käfigfreie Hühnerhaltung ist, haben die Aktivisten einen proportional angepassten Käfig nachgebaut und zum Ausprobieren angeboten. So konnten Passanten selbst erleben wie es ist mit vielen anderen auf engstem Raum eingeschlossen zu sein.

5 Minutes in a Cage © Tušti Narvai

Ganz aktuell hat die Gruppe einen Protestmarsch gegen die Pelzindustrie organisiert bei dem in etwa 1000 Menschen teilnahmen.

March against fur farming © Tušti Narvai

Und wie geht es weiter?

Die derzeitig geförderten Organisationen verbleiben auch weiterhin im Programm, aber schon bald beginnt der Bewerbungszeitraum für das Förderjahr 2018/19! Voraussichtlich ab dem 20. April können sich alle Interessenten mit ihrer Organisation bewerben.

BITTE beachtet VOR eurer Bewerbung unsere Funding Guidlines und FAQs!

Sollten weiterhin offene Fragen bestehen, wendet euch gerne an uns.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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