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Mehr Tierschutz in Deutschland? Ihr habt die Wahl!

Bundestagswahl Tierschutz

Zwar werden Tieren offiziell noch keine Rechte zugeschrieben, doch der Tierschutz ist schon seit 2002 im Grundgesetz verankert. Tierquälerei ist in Deutschland eine Straftat. Dennoch werden selbst minimale Veränderungen zugunsten der Tiere verhindert und die Tierqual sogar noch legalisiert. Denn die Politik blockiert den Tierschutz aktiv. Die meisten Menschen sprechen sich gegen Tierquälerei aus und Tierfreunde können die Bundestagswahlen an diesem Sonntag nutzen, um etwas zu bewirken.

Tierfreundlich wählen bedeutet auch, für die eigenen Werte einzutreten

Niemand möchte, dass der tierische Mitbewohner gehäutet wird, um anschließend als Pelzbesatz zu enden. Und doch werden hierzulande falsch deklarierte Pelze von Hunden und Katzen aus China verkauft. Mehr als 80 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen Wildtiere im Zirkus aus. Und trotzdem werden beispielsweise Elefanten und Affen auf Lkws quer durch Deutschland gekarrt und brutal dressiert. Viele Menschen greifen zu Produkten mit diversen Tierschutz-Labels und glauben, damit eine tierfreundliche Entscheidung zu treffen. Doch Verbraucher werden  getäuscht. Denn hinter diesen Siegeln verbirgt sich immenses Tierleid.

Die Politik unterstützt viele dieser Missstände durch lasche Gesetze und Subventionen in Milliardenhöhe. Auf die Spitze treibt es jedoch die „Tiermafia“ im Bundestag, die den Tierschutz aus persönlichem Interesse konsequent blockiert. Damit unterstreicht die „Tiermafia“ noch einmal, wie wichtig der Gang zum Wahllokal am Sonntag ist.

Am Kanzleramt Berlin ein Demo von PETA Deutschland

Die „Tiermafia“ – diese Politiker blockieren den Tierschutz gezielt

Die monatliche Abgeordnetenentschädigung von über 9.300 Euro soll die Unabhängigkeit der Politiker gewährleisten. Franz-Josef-Holzenkamp, Johannes Röring, Dieter Stier, Josef Rief und Volker Kauder messen dem offensichtlich keine allzu große Bedeutung bei. Sie nutzen ihre Macht lieber, um aus eigenem Interesse selbst kleinste Verbesserungen für die Tiere zu verhindern. Kauder möchte sich beispielsweise den „Spaß“ an Zirkussen mit Wildtieren nicht nehmen lassen. Er ist „Ehrenfan“ des skandalösen Circus Krone. Stier, als tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU, setzt sich trotz der Forderung des Bundesrats nach einem Pelzfarmverbot lieber für den Tod unzähliger Tiere in diesen Betrieben ein. Tierleid ist auch in den eigenen Ställen einiger der Bundestagsabgeordneten präsent: tote Schweine mitten in den Gängen und Tiere, die kaum laufen können, an hochgradigen Augenentzündungen leiden und teils mit Wunden übersät sind. Die von Natur aus reinlichen Tiere müssen ihr Dasein in den Ställen einiger tierfeindlicher Politiker auf kotverschmierten Betonspaltenböden fristen.

Auch der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft trägt nicht zum Tierschutz bei: Selbst minimale, längst überfällige oder bereits geplante Tierschutzmaßnahmen verzögern sich oder werden gar nicht umgesetzt. Sie entsprechen nicht den Interessen seiner Stammwählerschaft. Christian Schmidt ist hauptverantwortlich dafür, dass unvorstellbar schmerzhafte Amputationen bei Kälbern, Hühnern oder Schweinen, die Tötung von 50 Millionen Küken im Jahr und viele andere grausame Praktiken noch immer legal sind.

Eure Stimme für die Tiere bei den Bundestagswahlen

Tierrechte mögen noch nicht im Gesetz verankert sein, doch Tierschutz geht uns alle an: Viele Menschen engagieren sich im Tierheim, tragen keinen Pelz, sorgen liebevoll für ihre tierischen Mitbewohner und/oder leben vegan und treffen damit tagtäglich tierfreundliche Entscheidungen. Doch auch mit dem Stimmzettel kann jeder Einzelne etwas für die Tiere bewirken. PETA bat die wichtigsten Parteien, sich zu 12 Tierschutzthemen zu positionieren und hat die Wahlprüfsteine veröffentlicht. Damit haben Tierfreunde die Möglichkeit, den Tierschutzaspekt bei der Bundestagswahl 2017 zu berücksichtigen und tierfreundlich zu wählen.

Über den Autor

Tina

unterstützt die Presseabteilung von PETA Deutschland e.V. als Redakteurin und Coordinator und setzt sich für die Rechte aller Tiere ein.

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