Aktiv sein Reiten Unterhaltung

Strand, Sonne und ein geschlagenes Pferd

Gertenschläge, Isolierung, Verzäumung, Verletzungen – ein paar Schlagworte, die den Alltag eines sogenannten Rennpferdes beschreiben. Die Tiere führen ein Leben, das lediglich am finanziellen Gewinn ihrer „Halter“ orientiert ist. Für die natürlichen Bedürfnisse der Pferde ist wenig bis kein Platz. Häufig werden sie bereits mit zwei oder drei Jahren ins Training oder Rennen geschickt. In diesem Alter befindet sich der Bewegungsapparat allerding noch im Wachstum, so dass es besonders häufig zu Verletzungen – nicht selten gefolgt vom Tod – kommt. Beinbrüche, Sehnenschäden und Aortenabrisse sind keine Seltenheit. Auch das häufig falsch diagnostizierte Nasenbluten sind tatsächlich Blutungen aus der Lunge.
Die Tiere würden sich lieber frei auf der Wiese mit ihren Artgenossen bewegen, anstatt vollkommen verschnürt zu Höchstleistungen gezwungen und mit der Gerte zum Ziel geschlagen zu werden.

Erster Erfolg

© Melanie Bolleininger Zusammengeschnürtes Pferd beim Wattrennen 2014
© Melanie Bolleininger
Zusammengeschnürtes Pferd beim Wattrennen 2014

Seit 1902 findet das Wattrennen in Duhnen statt. Doch wir fordern ein Ende dieser tierquälerischen Tradition. 2015 haben wir bei der Staatsanwaltschaft Stade Anzeige erstattet und ein Gutachten belegt tierschutzwidrige Missstände beim Duhner Wattrennen. Aus diesem Grund sind nun Ohrenstöpsel und Zungenbänder verboten. Ein erfreulicher Schritt.

 

Pferde sind keine Sportgeräte

Dass wir uns weiterhin für ein Ende des Wattrennens einsetzen, haben wir am Renntag mit einer nachgestellten Reitszene gezeigt: Ein als Jockey kostümierter Aktivist hat eine Aktivistin mit Pferdemaske mit einer Gerte geschlagen, während weitere Aktivistinnen Fototafeln mit Bildern verschnürter Pferde und dem Slogan „Eingeschnürt, gequält, ausgepeitscht“ zeigten.
Es war sehr viel los und einige Leute fühlten sich durch uns angegriffen, manche wurden regelrecht aggressiv. Wir haben mit unserer bloßen Anwesenheit einen wunden Punkt bei einigen Menschen getroffen. Andere wiederum haben durch Nicken oder Zusprüche signalisiert, dass sie unsere Aktion gut und wichtig finden. Eine tolle Motivation.
Auch die Medien waren sehr interessiert an unserer Aktion, so dass unser Anliegen noch weit gestreut und einige Leute mehr erreichen wird.

Du möchtest dich aktiv für Pferde und ein Ende des „Pferdesports“ einsetzen? Bitte Veranstalter, Turniere und Rennen zu beenden. Und kläre deine Freunde, Verwandte und Bekannte über das Pferdeleid auf. Mit der Bitte, solche Veranstaltungen nicht zu besuchen.
Du kannst dich auch gerne in unserem Aktivistennetzwerk anmelden und dich aktiv mit uns für eine bessere Welt für Tiere stark machen.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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