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Produktanfragen – Was eine kleine Frage bewirken kann

Die Veganblume oder andere vegane Siegel auf einem neuen oder altbekannten Produkt zu entdecken, zaubert den meisten von uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Wenn die Lieblingsleckereien aus der Kindheit plötzlich vegan sind oder es eigentlich schon immer waren. Oder die Eisdiele um die Ecke beginnt, leckere vegane Sorbets anzubieten. Tierleidfreie Produkte kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes „herbeiwünschen“. Eine kleine, höflich gestellte Frage…kann große Folgen haben!

Wenn du in Restaurants, Eisdielen und Bäckereien nachfragst, ob die angebotenen Produkte vegan sind, kannst du auf viele Arten etwas bewegen:

• Du ermöglicht es dir selbst, eine aufgeklärte Konsumentscheidung zu treffen und Grausamkeit nicht zu unterstützen
• Du machst das Verkaufspersonal darauf aufmerksam, dass eine hohe Nachfrage an veganen Produkten existiert und das Geschäft Kunden verlieren könnte, wenn es keine veganen Alternativen zur Verfügung stellt
• Du motivierst die Unternehmen, ihre Lieferketten zu hinterfragen und zu recherchieren, ob sie wirklich komplett ohne tierische Produkte arbeiten
• Du hilfst anderen Veganern, die durch eine verbesserte Kennzeichnung vegane Produkte schon auf den ersten Blick erkennen können
• Du trägst dazu bei, dass Menschen Vorurteile gegenüber der veganen Ernährung abbauen, wenn sie feststellen, wie viele leckere Dinge doch ohne tierische Produkte auskommen

Sicher bist du nicht der erste, der nach Sojamilch für seinen Café am Bahnhof fragt. Hat eine Bäckerei erst einmal genügend Anfragen bekommen, wird sie früher oder später auf die veränderte Nachfrage reagieren.

Und was im Kleinen funktioniert, funktioniert auch bei großen Firmen oder Ketten: Eine Produktanfrage ist niemals umsonst! Im Internet kann man die Kontaktdaten nahezu jedes großen Herstellers in kürzester Zeit herausbekommen und auch eine kurze Mail mit der Frage, ob ein bestimmtes Produkt vegan (und tierversuchsfrei) ist, kostet nur ein paar wenige Minuten. „Viele Firmen, die wir anschreiben, um mit ihnen über die Kennzeichnung tierfreier Produkte zu sprechen und der Chance dahinter, sagen uns, dass sie eine Kennzeichnung prüfen oder über Produktlisten im Internet nachdenken. Diesen Prozess können Verbraucher unterstützen und beschleunigen, indem sie die Entwicklung neuer und die Kennzeichnung bestehender Produkte aktiv bei den Herstellern anfragen“, sagt auch Felicitas Kitali, Expertin für Ernährung bei PETA Deutschland.

Wir sollten niemals vergessen, dass es in unserem Wirtschaftssystem wir Konsumenten sind, die über die Nachfrage das Angebot bestimmen. WIR sind es, für die Millionen an Euro für Marktforschung ausgegeben werden, nur um herauszufinden, was UNS gefällt. Wenn wir uns aktiv Produkte wünschen, die so hergestellt sind, dass kein Tier für sie leiden musste, dann werden wir über kurz oder lang genau solche Produkte überall da finden, wo WIR es uns wünschen.

Können wir dich bei deinem Schritt in ein veganes Leben unterstützen? Unter www.veganstart.de bekommst du 30 Tage lang Hilfestellungen und Informationen, mit denen auch dir der Umstieg spielend leicht gelingen wird!

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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