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Prada, Hermès und ihre blutigen Handtaschen

Strauße – sozial, verspielt, schnell und intelligent. Strauße als Handtaschen – geschlagen, getötet, gehäutet.
Für vermeintliche Luxushandtaschen – und Accessoires müssen Strauße unvorstellbare Qualen durchleben, wie Ermittler von PETA USA 2015 in den zwei weltweit größten Straußenschlachtbetrieben in Südafrika feststellen mussten:
In freier Natur bleiben die Jungtiere bis zu drei Jahren mit ihren liebevollen Eltern zusammen, während sie auf Straußenfarmen bereits vor der Geburt von ihren Eltern entfernt werden. Gehalten werden die Strauße in Mastparzellen, die den schnellsten Landtieren auf zwei Beinen nicht ausreichend Platz bieten.
Strauße können in der Natur über 40 Jahre alt werden, für die Lederindustrie werden sie jedoch schon nach einem Jahr getötet. Die Ermittler konnten aufnehmen, wie die Tiere auf dem Transport zum Schlachthof von Mitarbeitern geschlagen wurden. Dort angekommen geraten viele Strauße in Panik, wenn sie gewaltsam in die Betäubungsbox gezwängt werden, so dass einige ausrutschen und hinfallen. Nach der Betäubung durch einen Elektroschock am Kopf erfolgt der tödliche Kehlschnitt – alles unter Beobachtung der Artgenossen, die als Nächstes getötet werden.

All das für „Luxus“: Teure Handtaschen, Gürtel, Geldbörsen, die unter anderem von Prada und Hermès vertrieben werden. Kein Geld und keine Mode rechtfertigen es, ein Tier zu quälen und zu töten. Zumal es tolle Accessoires aus veganem Leder gibt, an denen kein Blut klebt.

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Aus diesem Grund haben wir eine Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich unternommen, bei der wir Hermès und Prada Stores angefahren haben.
Hierfür haben wir einen lebensgroßen, täuschend echt aussehenden Strauß und überdimensionale Handtaschen eingesetzt. Ein Aktivist ist in das Straußenkostüm geschlüpft, während weitere Handtaschen mit Sprüchen wie „Strauße: Elektroschocks. Getötet. Gehäutet.“ trugen.
Die Tour war ein voller Erfolg: Der Strauß hatte die Aufmerksamkeit ganz auf seiner Seite, es wurden viele Fotos gemacht, die Leute nahmen gerne unsere Flyer und es waren in fast jeder Stadt Medienvertreter. Einige Passanten schienen geschockt. So auch eine Frau, die mich fragte, ob das wirklich gemacht würde. Dies zeigt, dass viele Grausamkeiten vor der Öffentlichkeit im Verborgenen bleiben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir gesehen wurden und sicher auch den einen oder anderen Menschen erreichen konnten.

Um sich bei Jahreshauptversammlungen für ein Ende des Straußenleders einzusetzen, hat PETA USA eine Prada-Aktie gekauft. Jedoch wurde einer Vertreterin von PETA UK der Zutritt zur Aktionärshauptversammlung in Mailand verweigert, da das Unternehmen nicht mit dem Tierleid konfrontiert werden wollte.

Auch du möchtest Teil von unseren Aktionen werden? Dann melde dich in unserem Aktivistennetzwerk an und setze dich aktiv für die Tiere ein.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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