Aktiv sein

Must Read: Die veganen Marathon-Zwillinge im Interview!

vegane Zwillinge laufen einen Marathon

Fit wie ein Turnschuh dank Tofu und Co.

Vor zwei Wochen sind die Zwillingsbrüder Philip und Paul den Frankfurt Marathon gelaufen. Wir von PETA finden das bewundernswert und wollten mehr über die Beiden erfahren. Die Zwillinge sind nicht nur Sportler mit Leib und Seele, sondern tragen auch das Herz am richtigen Fleck. Mit der Teilnahme am Frankfurt Marathon wollten die Brüder neben dem sportlichen Aspekt auch auf die Rechte der Tiere aufmerksam machen. Wir sagen Danke und gratulieren Philip und Paul zu ihrem Erfolg beim Marathon.

Was hat euch dazu bewegt euch mit dem Thema Veganismus auseinanderzusetzen und warum habt ihr euch für eine vegane Lebensweise entschiedenveganer marathonlaeufer

Philip: Auf das Thema Veganismus kam ich erst, als ich mich sehr lange mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt habe. Davor war ich vielleicht nur ein bisschen mehr Tierlieb als andere. Ich konnte es zum Beispiel nicht leiden wenn andere eine Biene töteten, nur weil die sich im Klassenraum verirrt hat. Aber durch Tierliebe kam ich nicht auf den Gedanken Veganer zu werden. Kurz bevor ich den Entschluss gefasst habe, vegan zu werden, habe ich noch bei einer Freundin versucht (die damals schon Vegetarierin war) mich mit denselben Sprüchen zu rechtfertigen, die Ich heute auch zu hören bekomme. Ich habe versucht herauszufinden, welche Lebensmittel gesund sind und welche nicht. Mir ist nach einer Weile klargeworden, dass tierische Lebensmittel gar nicht gesund sein können, geschweige denn ungefährlich sind. Deswegen dachte ich, für 10 Tage könnte ich es ja mal ausprobieren. Gerade als ich mit der Ernährungsumstellung angefangen hatte, kam ich durch einen Facebook Post auf den Film “Earthlings” und danach gab es gibt kein zurück mehr.

Paul: Mein Bruder hat mich dazu überredet das ganze einmal für einen Monat auszuprobieren. Am Anfang dachte ich, das mache Ich mal kurz als Experiment für mich und gehe direkt danach wieder Steak essen. Jedem dem Ich das erzählt habe dachte Ich hätte eine Wette verloren. Aber als Ich mich mehr mit dem Thema beschäftigte wurde mir klar, dass Ich nicht einfach so zu meiner alten Ernährungsweise zurückkehren würde.

Was hat sich sportlich verändert?

Philip: Sportlich hat sich einiges verändert! Wir sind jetzt beide schon seit knapp 3 Jahren Veganer und benachteiligt aufgrund unserer Ernährung sind wir nicht gerade. Es ist jetzt nicht so, dass wir durch eine vegane Ernährung Superkräfte haben. Aber man kann schon sagen, dass der Körper schneller regeneriert und was man vor allem am Anfang gemerkt hat, man einfach mehr Energie hat. Der Marathon war als Vorbereitung für einen Ironman gedacht, den Ich nächstes Jahr machen will.

Wie habt ihr euch auf den Frankfurt Marathon vorbereitet?

Die Vorbereitungszeit für einen Marathon beträgt normalerweise 10-14 Wochen. Das war auch bei uns nicht anders. Unser Training bestand aus drei Mal die Woche laufen gehen, mit variierender Intensität und Länge. Die restlichen Tage waren wir entweder Rennradfahren oder Mountainbiken. Manchmal auch zweimal am Tag. Bei unserer Ernährung haben wir darauf geachtet, viele Kohlenhydrate zu uns zu nehmen und sehr wenig fettig zu essen. Also eigentlich ganz klassisch.

Paul: Ich habe mich im Urlaub zwei Wochen vorher verletzt und konnte daher nicht meine gewünschte Zeit laufen. Das war dann aber sekundär. Für mich war es wichtig den Marathon durchzuziehen und diesen Punkt von meiner Bucket-List nehmen zu können.

Was war bis jetzt euer Highlight oder das einprägsamste Erlebnis, seit ihr vegan seid?

Philip: Ein Highlight ist das Essen im Flugzeug! Als Veganer bekommt man als erstes und es ist wirklich viel besser als das reguläre Essen. Spaß beiseite, ein Highlight ist, einfach zu wissen, dass man nicht mehr an der ganzen Gewalt und Grausamkeit beteiligt ist, die den sogenannten “Nutztieren” widerfährt. Das merkt man zwar erst, wenn man sich mal vegan ernährt und man sich nicht mehr einreden muss, dass man nichts falsch macht. Aber es nimmt einem schon eine große Last von den Schultern!

Welchen Tipp, habt ihr für Neuveganer, welches Lieblingsrezept wollt ihr mit uns teilen?

Philip: Wichtig ist, einfach das zu essen worauf man Lust hat. Ich selbst hatte nicht den Drang dazu, aber viele vermissen den Geschmack von Käse und Fleisch. Man sollte keine Angst davor haben mal vegane Alternativen auszuprobieren. Ich würde empfehlen sich einfach zu überwinden die vegane Lebensweise einen Monat oder zumindest 2 Wochen zu 100% auszuprobieren. Und wenn man mal schwach wird sollte das kein Grund sein gleich alles über Bord zu werfen. So Programme wie PETA’s Veganstart, Love Veg und Veganuary sind auch ziemlich hilfreich um sich zurechtzufinden. Wenn man viel unterwegs ist oder gerne Essen geht, sollte man sich die App “Happy Cow” herunterladen. Die zeigt alle Restaurants an, die vegane Gerichte anbieten und hat uns schon sehr oft weitergeholfen.

Ein gutes Rezept sind Chocolate Chip Cookies von The Vegan Corner
Bewertung schreiben
Drucken
Zutaten
  1. 180g granulierter brauner Zucker
  2. 100g Soja Milch (andere gehen auch)
  3. 100g Erdnussbutter
  4. 200g Mehl
  5. 2,5g Backpulver
  6. 80g Schokolade
Zubereitung
  1. Ofen auf 180 ° C vorheizen
  2. Die Schokolade in kleine Stücke zerhacken.
  3. Den Zucker und die Milch in eine Schüssel und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  4. Die Erdnussbutter in die Schüssel geben und einrühren.
  5. Das Mehl und das Backpulver in die Schüssel geben einrühren.
  6. Dann kann die Schokolade in die Schüssel hinzugefügt werden.
  7. Mit einem Löffel kann man dann die Kekse formen und für 12 bis 14 Minuten lang, (abhängig von der gewünschten Knusprigkeit) im Ofen backen.
VeganBlog.de https://www.veganblog.de/

Was möchtet ihr (jungen) Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema Veganismus auseinandergesetzt haben, mit auf den Weg geben?

Philip: Veganismus ist kein Ernährungstrend oder eine Diät wie Paleo oder Low-Carb. Man kann eigentlich essen wie und was man will. Heutzutage ist das so, als würde man Produkte von einer anderen Marke kaufen wenn man in den Supermarkt geht und Sojajoghurt von Alpro statt Joghurt aus Milch von Müller kauft. Es ist nicht schwer! Habt keine Angst davor belächelt zu werden. Klar, den ein oder anderen Witz muss man sich schon anhören, aber eigentlich bekommen wir nur positives Feedback.

Paul: Es gibt viele negative Cliches von denen man sich nicht abschrecken lassen darf. Jeder der sich mit Veganismus beschäftigt, sollte unvoreingenommen an das Thema herangehen und dann eine Entscheidung für sich treffen.

Was ihr tun könnt um aktiv zu werden

Regelmäßig Joggen oder Fitnessstudio? Das geht am besten in unseren PETA Laufshirts. Ihr seid eher von der gemütlichen Sorte wolltet eine vegane Lebensweise aber schon immer Mal ausprobieren? Dann ab zu unserem Veganstart-Programm . Und wenn ihr auch für Tiere aktiv werden wollt, schließt euch den freiwilligen Streetteams der Jugendkampagne PETA ZWEI an oder meldet euch im PETA Aktivistennetzwerk an.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen