Aktiv sein Tierversuche

Leiden für die Lehre

Hört man das Wort „Tierversuche“, denken die meisten Menschen direkt an Forschungseinrichtungen. Dass Tiere auch an Hochschulen für die Lehre genutzt werden, wissen hingegen nur die wenigsten. Tatsächlich werden an deutschen Hochschulen jährlich mehr als 50.000 Tiere für die Lehre missbraucht – und häufig auch getötet. Die genutzten Tierarten und „Experimente“ sind dabei nach Hochschule und Studiengang zu unterscheiden.
Für Tiermedizin müssen Schweine fast bis zur völligen Erschöpfung auf einem Laufband rennen und Rindern wird ein Loch in die Bauchwand operiert, damit Studenten Pansensaft abzapfen können.
Angehende Biologen hingegen müssen Tiere wie Fische und Mäuse sezieren. Wirbellose wiederum werden für physiologische Übungen an den Flügeln an Wachsbretter gepinnt und häufig bei vollem Bewusstsein der Länge nach aufgeschnitten.

Dabei sind Tierversuche und der sogenannte „Tierverbrauch“ (also bereits tote Tiere) nicht nur unmoralisch sondern auch aus wissenschaftlicher Sicht unnötig: Die Tiere müssen Schmerzen erleiden und womöglich ihr Leben lassen, damit Ergebnisse „erforscht“ werden, die lange bekannt und in Lehrbüchern zu finden sind.

Tiere dürfen nicht als „Versuchsobjekte“ missbraucht werden. Stattdessen sollte lieber auf eine der zahlreichen, tierfreien Methoden umgestiegen werden, die Lehrinhalte mindestens genauso gut vermitteln.

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Im Rahmen einer Tour haben wir vor zwölf deutschen Hochschulen, die Tiere im Studium nutzen, demonstriert. Damit wollten wir Hochschulen und Studierende dazu motivieren, auf ein tierfreies Studium umzusteigen.
Hierfür haben sich Aktivisten und Aktivistinnen in Mausgestalt auf einen Seziertisch fesseln lassen und von einem „Forscher“ mit überdimensionaler Spritze quälen lassen.

Die Aktion kam sehr gut an: Unsere Flyer wurden gerne angenommen, einige Leute machten Fotos oder sprachen ihren Zuspruch aus, woraus manch interessantes Gespräch entstanden ist. Außerdem war in fast jeder Stadt Presse vor Ort, so dass unsere Message in den Medien verbreitet wird.
Dass sich der ein oder andere direkt angegriffen oder vielleicht auch ertappt gefühlt hat, wurde deutlich, als z. B. eine Frau ihrem Begleiter unseren Flyer aus der Hand riss und unter den Seziertisch geworfen hat. Außerdem hat die Technische Universität Dresden ihr Logo auf dem Schild hinter der Demo zugeklebt.

Wir hoffen, dass wir so einige Studenten, aber auch die Hochschulen erreichen konnten und sie mit uns in Kontakt treten und wir gemeinsam einen passenden Weg in ein tierfreies Studium finden.

Du studierst an einer Hochschule, die Tiere nutzt und möchtest das nicht länger hinnehmen? Dann lies dir gerne unsere Tipps durch, wie du dich für ein tierfreies Studium einsetzen kannst.
Falls du planst zu studieren und dich informieren möchtest, ob deine Wunschuniversität Tiere nutzt, schau in unserem Uni-Check.
Außerdem kannst du ein Zeichen setzen, indem du unsere Petition unterschreibst.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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