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Ein ganzes Jahr allein – Hund Bruno gerettet!

Bild: Pfotenhilfe / Sandra Müllner

Kürzlich erhielten wir eine ganz wundervolle Nachricht:

Ein schon recht betagter älterer Schäferhundrüde namens Bruno musste etwa ein Jahr fast ganz auf sich allein gestellt verbringen. Er wurde einsam im Garten seines leider verstorbenen „Herrchens“ zurückgelassen und nur unzureichend versorgt.

Tierschützer machten PETA auf Brunos traurige und schier aussichtslose Situation aufmerksam. Der arme Rüde war so verunsichert, dass er kaum noch Menschen an sich heran ließ und knurrte, wenn sich ihm jemand näherte. Der Fall ereignete sich in unserem Nachbarland Österreich.

Wir meldeten „Fall Bruno“ an befreundete Tierschützer vor Ort und baten sie um ihre dringend benötigte Hilfe. Die Tierschützer fuhren postwendend zu Bruno und machten sich selbst ein Bild von seiner misslichen Lage.  Als sie nach Bruno schauten, fanden sie einen Hund vor, der bereits aufgegeben zu haben schien. Schnelle Hilfe musste her – das war allen klar. Doch Nachbarn warnten:

„Bruno ist ein großer Schäferhund, der alle Leute nur anknurrt und die Zähne fletscht, wenn man sich ihm nähert!“

Die Tierschützer ließen sich glücklicherweise nicht beirren und nähertem sich dem „Häufchen Elend“ ganz behutsam. Nachdem Bruno den österreichischen Tierrettungsfahrer einen Tag zuvor bereits sehr eindringlich in seine Schranken verwies und ihn anknurrte, kam er – unglaublicherweise – zu unseren befreundeten Tierschützern angelaufen. Er war voller Freude, sprang sogar freudig einen Kollegen an und  schien zu merken, dass HEUTE – endlich – alles anders werden würde. Uns wurde mitgeteilt:

„Seit diesem Moment hört er nicht mehr auf zu lachen!“

Bruno durfte das erste Mal – nach einem Jahr (!) – den Innenhof verlassen und einen langsamen Spaziergang unternehmen. Bruno schien gleich zu verstehen, dass er keine Angst zu haben brauchte:

„Er knurrte in der Tat alle herumstehenden Leute an und schien nicht sehr nett zu sein. Jedoch folgte auf meine Aufforderung „Bruno, komm wir gehen!“ etwas, was ich noch nicht erlebt habe: Bruno nahm sein Brustgeschirr in den Mund und kam auf mich zu – kurz hatte ich Bedenken was nun passieren wird – schnurstracks zum Ausgang des Hauses.“

Und die Geschichte geht weiter:

„Einer der Herren leinte ihn an, Bruno knurrte wieder. Ich übernahm ihn und machte daraufhin mit Bruno den ersten Spaziergang seit einem Jahr!“

Bruno wollte nur noch weg von dem Haus und dem Innenhof, in dem er so lange eingeschlossen war. Zumindest im letzten Jahr ist NIEMAND mit ihm spazieren gegangen. Er war verängstigt, traurig und frustriert.

„Ein Wunder, dass dieser Hund nicht mehr als nur geknurrt hat.“

Während des Spaziergangs hielt Bruno immer wieder an und schaute sich seine Retter ganz genau an. ER küsste immer wieder ihre Schuhe. Vielleicht wollte er sich bedanken? Wer weiß das schon? Klar allerdings war: Bruno genoss seine neue Freiheit in vollen Zügen. Bei der Rückkehr allerdings, schaute Bruno erneut ängstlich, doch er konnte rasch beruhigt werden – sein Retter sagte zu ihm:

„Du musst da nicht mehr rein, wir fahren jetzt nach Hause!“

Bruno schien erneut zu verstehen und sprang wie selbstverständlich ins Auto und lächelte seinen Retter an. Danach verbrachten beide einen schönen gemeinsamen Abend mit mehreren Gassi-Einheiten.

„Ich hoffe, er bekommt ein tolles neues Zuhause, denn er ist ein sehr cleverer und lieber Hund!“

Mittlerweile lebt Bruno in seinem neuen liebevollen Zuhause und genießt seinen Lebensabend. Wundervoll, nicht wahr!? ♥

Du hast eine ähnliche Geschichte für uns?

Gerne kannst du sie gerne mit uns teilen. Sende sie einfach an info@peta.de. Vielleicht wird sie sogar als Gastblog hier veröffentlicht. Danke!

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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