Unsere Praktikantin berichtet: Freiwilligenarbeit im Ausland
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Unsere Praktikantin berichtet: Freiwilligenarbeit im Ausland

freiwilligenarbeit im Ausland im Elephant Nature Park

Gehörst du auch zu den Menschen, die schon immer mal Volunteering, also Freiwilligenarbeit, im Ausland leisten wollten, am liebsten mit Tieren? Dann geht es dir wie mir. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Projekte einfach unerschwinglich und wenig effektiv sind. Doch dann bin ich bei meiner Recherche auf den Elephant Nature Park gestoßen – und habe mich verliebt.

freiwilligenarbeit im Ausland im Elephant Nature Park

Der Elephant Nature Park liegt im Norden Thailands, eine Stunde außerhalb der beliebten Touristenstadt Chiang Mai. Der Park wurde ursprünglich gegründet um geretteten Elefanten ein neues Zuhause zu geben. Elefanten werden in Asien leider oft für Waldarbeiten, Touristenreiten oder als Betteltiere missbraucht. Im Elephant Nature Park werden die Tiere weder geritten noch mit einem sogenannten Elefantenhaken beherrscht. Heute bietet der Park über 70 Elefanten, knapp 500 Hunden, 200 Katzen, einer Wasserbüffelherde, Kühen, Schweinen, Pferden, Kaninchen… ein sicheres Zuhause. Man kann den Elephant Nature Park entweder als Tagesbesucher besuchen – früh buchen ist ratsam, oder als Volunteer. Freiwilligenarbeit kann man entweder für die Elefanten oder für die Hunde leisten. Elephant volunteering umfasst beispielsweise Ställe ausmisten und Futter zubereiten. Ich möchte euch aber vom dog volunteering berichten, denn dort verlor ich mein Herz.

Hund im Rolli

Als dog volunteer kümmerte ich mich hauptsächlich um die Hunde die gerade in der kleinen, Park eigenen „Tierklinik“ waren. Das heißt, um Hunde die gerade neu angekommen sind, Hunde die gerade kastriert wurden oder Hunde die krank oder verletzt waren. Meine Aufgaben waren unteranderem die Boxen der Hunde zu reinigen, sie zu füttern, sie Gassi zu führen, sie für ihre Behandlung zum Tierarzt rein zu bringen, sie zu waschen, Nägel zu Klipsen oder beispielsweise Augentropfen zu verabreichen. Wenn es die Zeit dann noch zu lies, führten wir auch die restlichen Hunde, die in Gruppen in geräumigen Freilaufgehegen leben, Gassi. Ich musste mir immer wieder bewusst machen was ein besonderer Moment das gerade ist, wenn ich beim Gassigehen stehen blieb, um einem gemütlich vorbeitrottendem, freilaufenden Elefanten auszuweichen. Um sich für die körperliche Arbeit zu stärken gab es dreimal am Tag das, meiner Meinung nach, leckerste vegane Buffet der Welt! Nachts schliefen wir bei einem Konzert aus Insektengezirpe, Hundegebell, sowie durch Elefanten verursachte Jurassic Park Geräusche ein.

Mensch badet einen Hund

Aber mach dir keine falschen Vorstellungen. Die Arbeit dort ist hart, besonders wenn die Temperaturen über 40 Grad steigen. Man schwitzt, man wird dreckig, man ist viel am Putzen und kommt mit Hundekörperausscheidungen aller Art in Berührung. Hinzu kommt noch die psychische Belastung, nicht jeder ist dafür gemacht kranke Tiere zu pflegen. All das vergisst man aber, wenn man in die strahlenden Gesichter der Hunde blickt, wenn sie sich vor Freude über das Gassigehen halb überschlagen oder wenn sie sich vertrauensvoll an dich drücken. Und wenn man vor Freude weint, weil man einen durch einen Autounfall gelähmten Hund, nach seiner OP das erste Mal laufen sieht. Das sind die Momente an die ich mich den Rest meines Lebens erinnern werde.

Wenn dich deine nächste Reise nach Asien führt, denk bitte daran keine tierquälerischen Touristenattraktionen wie Elefantenreiten, Tiger streicheln, Fotos mit Wildtieren oder Hahnenkämpfe zu unterstützen. Den Elephant Nature Park gibt es übrigens mittlerweile nicht nur in Nord- sondern auch in Südthailand und in Kambodscha.

Weitere Informationen zum Thema verantwortungsvolles Reisen findest du hier: https://www.peta.de/reisen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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