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Aktiv für Katzen in Not – eine PETA-Unterstützerin erzählt

© Kristina Keitel

PETA-Aktivisten sind nicht nur immer unterwegs, um die Menschen durch spektakuläre Proteste auf Tierleid aufmerksam zu machen, sie helfen auch ganz konkret Tieren in Notsituationen. So wie Kristina (45), die in der Nähe von Hamburg lebt und sich liebevoll um ein Tier kümmert, dass sie vor einem Leben auf der Straße bewahrt hat. Sie erkennen das große Leid der heimatlosen „Streuner“ und wissen, wie wichtig es ist, Katzen kastrieren zu lassen, um Tierleid zu verhindern. Aber lassen wir Kristina selber zu Wort kommen:

Leider lassen immer noch viel zu viele Leute ihre unkastrierten Katzen frei laufen, was am Ende zu immer größerem Leid führt. Die Tierärzte, die ich kenne, reden sich den Mund fusselig, die Katzen doch bitte registrieren UND kastrieren zu lassen. Ich habe – mittlerweile – drei Katzen; Soeckchen aus dem Tierheim, Bolle als junges Abgabetier und Karlchen, den ich völlig abgemagert und verstört in Hamburg „aufgesammelt“ habe. Wir Kollegen waren im Oktober 2015 in Hamburg zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Hamburger Restaurant.

Irgendwann kam der kleine Sohn eines Mitarbeiters angerannt und rief „Kristina, endlich mal eine Katze, die auf mich hört!“ Das kam mir schon sehr seltsam vor, denn in jener Gegend gibt es keine Wohnhäuser sondern lediglich Gewerbebetriebe. Ich wollte mir das unbedingt ansehen und fand da einen kleine Kater, der laut schnurrend und offensichtlich sehr hungrig umherlief. Der Kleine war ziemlich dürr, zudem verschreckt durch die ganzen Autos auf dem Parkplatz und nass vom Regen. Dennoch überwog wohl der Hunger, denn die herausgeschmuggelten Häppchen verschlang der Süße sofort. Unter lautem Schnurren forderte er immer wieder Futter und Streicheleinheiten. Ich habe nicht lange überlegt und hab ihn erstmal ins Auto verfrachtet und mitgenommen. Dort lassen wollte ich den kleinen dürren Kater nicht…wer würde das schon tun? Starker Verkehr, Regen, kein Mensch in der Nähe. Also: Autotür auf, Karlchen kam GERNE mit, setzte sich nach ein wenig Turnerei auf die Rückbank und schnurrte. Die beiden „Alteingesessenen“ Stubentiger in meiner Wohnung waren natürlich erstmal mistrauisch, zumal „der Neue“ erstmal kräftig die Futternäpfe plünderte ehe er sich dann erschöpft auf einem warmen Platz schlafen legte.

Ich habe den Kater natürlich gemeldet, falls ihn jemand vermisst, und untersuchen lassen. Abgesehen von zu wenig Gewicht und einem gebrochenen Schwanz wurde nichts festgestellt. Es hat sich niemand gefunden, dem Karlchen gehört, und so ist der Kleine dann geblieben. Ich habe mir keine Sorgen darum gemacht , WIE ich das jetzt wohl mit den bereits bei mir lebenden Katzen schaffe. Wichtig war erstmal, den Kater aufzusammeln und in Sicherheit zu bringen. Er ist mittlerweile der Schmusigste, leider auch der Verfressenste von Allen und ich bin DANKBAR und sehr glücklich, daß ich ihn habe. Hergeben würde ich ihn nicht mehr. LEUTE, geht mit offenen Augen durch die Welt!!!

Millionen heimatloser Katzen führen ein entbehrungsreiches Leben auf deutschen Straßen. Es handelt es sich dabei um ausgesetzte Tiere und deren Nachkommen. Eine unkastrierte Katze kann im Normalfall zweimal im Jahr vier bis sechs Nachkommen zeugen. Rein rechnerisch kann eine einzige Katze zusammen mit ihren Nachkommen in nur sieben Jahren 420.000 weitere Katzen in die Welt setzen. Die einzig nachhaltige Lösung gegen die Katzenüberpopulation ist eine flächendeckende Kastrationspflicht für alle Freigänger-Katzen. Hier findest du eine hilfreiche Zusammenfassung.

Viele weitere Tipps, wie du dich für Tiere einsetzen kannst, bekommst du regelmäßig über unser Aktivistennetzwerk! Wir freuen uns auf dich 🙂

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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