Aktiv sein Verschiedenes

Wir stellen PETA-Aktivisten vor: Sandy P. Peng aus Bregenz

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ – Mahatma Gandhi

Was oder wo wäre PETA ohne die zahlreichen und engagierten Aktivisten? Wir sind froh und dankbar, so tolle Unterstützer für die Rechte der Tiere zu haben, die mit gutem Beispiel voran gehen und andere Menschen über Missstände und Tierleid aufklären. Deshalb wollen wir sie und ihre Ansichten sowie ihre Beweggründe vorstellen. Dieses Mal erzählt Tattoomodel Sandy P. Peng:

  • Wann warst du zum ersten Mal für Tierrechte aktiv?
    Ende 2009 mit dem “Ink, not Mink Tattoo“ auf meinem rechten Oberschenkel. Ziel war ein Tattoo an einer SandyPPeng_PETA_webauffallenden Stelle mit einer eindringlichen Botschaft. Da ich zu jener Zeit bereits international als Tattoo-Model tätig war, hatte ich dadurch die Chance, diese Botschaft im Zusammenhang meiner Bilder unter die Leute zu bringen. Rund drei Monate später fiel dann auch der Startschuss für die PETA-Kampagne „Ink, not Mink!“ Damals wie heute war ich unglaublich stolz als erster sogenannter „Nicht-Promi“ Teil dieser Kampagne zu sein.

Ich fing nun an auf Demos mitzuwirken. Oft sehr provokant, um das Interesse von  Passanten und Medien zu bekommen. (Fakt ist, das die meisten Menschen erreicht werden können, wenn wir es schaffen, dass im Anschluss einer Demo darüber in den Medien berichtet wird.)
Später nach kontinuierlicher Aufklärungsarbeit im Internet und unzähligen Aktionen auf den Straßen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz, plante ich weitere Projekte, unter anderem mit der Münchner Organisation Animals United. Gemeinsam mit dem deutschen Musiker Peter Maffay starteten wir eine Kampagne, die in ganz München zu sehen ist.
Mittlerweile beschäftige ich mich in meiner knappen Freizeit fast täglich mit dem Thema Tierrechte, und stehe laufend in Kontakt mit unterschiedlichen Tierrechtsorganisationen.

  • Hast du einen oder mehrere tierische Mitbewohner?
    Derzeit haben wir zwei weiße Hauskatzen, Lord Murphy und Miss Rosi :). Sobald mein Alltag ruhiger wird und es mich nicht mehr so oft in die Ferne zieht, kümmere ich mich darum, im „Grünen“ zu wohnen – mit hoffentlich vielen Tieren.
  • Gab es einen bestimmten Anlass, der dich deinen Lebensstil ändern ließ?
    Ja, die Realität. Umso mehr ich erfahre, lese und recherchiere, umso selbstverständlicher ist es für mich, tierfreundlich einzukaufen und zu leben. Aufklärungskampagnen der letzten Jahre haben bereits einiges in den Köpfen der Konsumenten bewirkt. Kann es nicht verstehen, warum sich Leute über den neuen „VEGGIE/VEGAN Trend“ beschweren. Ich persönlich finde es gab schon schlimmere Trends, z.B. Schulterpolster!!!  😉 Wenn die Medien weiterhin über Skandale in der Ernährungsindustrie berichten, wird dieser Trend vermutlich noch lange anhalten und viele neue Anhänger finden!
  • Welche ist die häufigste Frage, die du in Sachen Tierrechte zu hören bekommst und wie beantwortest du sie für gewöhnlich?
    Wie kann ich echten und falschen Pelz unterscheiden? Welche Kosmetikprodukte ohne Tierleid ich verwende bzw. empfehlen kann. Auch werde ich oft gefragt wie man meine Aktionen unterstützen kann. Daraufhin gebe ich Tipps und empfehle Seiten, Videos, Berichte…
  • Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt? Falls ja, warum?
    2011-07-01-Demo-Pelz-Robben-Blutige-Haende-Muenchen-58-c-PETA-D
    PELZ! Ich liebe Robben. Bei meiner „Robben-Bilder-Recherche“ im Netz bin ich immer wieder bei den grausamen Robbenmassakern in Kanada gelandet. Die Tatsache, dass diese kleinen süßen Fellwürmer in den ersten zwei Wochen ihres kurzen Lebens, vor den Augen ihrer Mütter grausamniedergeknüppelt werden, um diese dann teilweise lebendig zu häuten, hat mich verfolgt. Ich habe mir auf Youtube viele Videos angesehen und viele Tränen vergossen. Ein grausames Massaker an wunderbaren Geschöpfen – für Mode. Teilweise hatte ich Alpträume, weil ich mich immer wieder mit diesem Thema befasst habe und mir immer wieder diese furchtbaren Bilder angesehen habe. In dieser Zeit fasste ich dann auch den Entschluss mir das „Ink, not Mink!“ Tattoo stechen zu lassen. Heute befasse ich mich allgemein mit dem Thema Pelzindustrie.
  • Magst du uns von einem Moment/Ereignis erzählen, der/das für dich als Aktivistin besonders wichtig war?
    Jeder noch so kleine Erfolg ist für mich ein besonderes Ereignis!
  • Welchen Tipp für Einsteiger-Aktivisten hast du?
    Es gibt unterschiedliche Formen von Aktivismus. Bei Demos zum Beispiel musste ich mich anfangs oft zusammenreißen, um nicht auszuflippen bei den oft egoistischen kalten und dummen Kommentaren einzelner Passanten. Hier kann ich nur sagen, RUHIG BLEIBEN und sich nicht provozieren lassen – auch wenn es oft schwer fällt.

Tierrechts-Aktivisten gelten ja sowieso als Spinner und müssen sich einigen Diskussionen aussetzen. Der Mensch kann ohne Tier und Natur nicht existieren, deswegen: RespekTIERE!

Vielen Dank Sandy für deinen Einsatz. Wenn auch Ihr Euch gemeinsam mit uns für Tiere einsetzen wollt, werdet Teil unseres Aktivistennetzwerks.

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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