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Delfine im National Aquarium in Baltimore werden in eine Meeresauffangstation umgesiedelt

© iStock/purmar

Eine großartige und wegweisende Entscheidung: Am Dienstag kündigte das National Aquarium in Baltimore, Maryland, an, dass sie ihre 8 Delfine – 6 weibliche und 2 männliche Tiere – in eine betreute Auffangstation im Meer umsiedeln werden. Einer der Delfine wurde 1972 im Meer gefangen, ein anderer wurde im SeaWorld Orlando geboren. Alle zusammen sollen nun in eine betreute Meeresbucht transferiert werden, wo sie endlich die Strömungen des Ozeans spüren, akustisch mit freien Delfinen kommunizieren und wieder ein halbwegs natürliches Leben führen können.

PETA USA hatte bereits in den 90-er Jahren vor dem Aquarium demonstriert. 2014 gab der Meereszoo in Baltimore dann bekannt, dass er prüfen wolle, ob ein Transfer der Delfine in eine Auffangstation möglich ist: „Die Zeiten haben sich geändert und die Bedürfnisse der Tiere in unserer Obhut haben sich verändert. In den letzten zwanzig Jahren wurden viele wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, die uns die Augen geöffnet haben über die kognitiven Fähigkeiten und das soziale Verhalten von Delfinen“, so das Statement des Aquariums.

Diese großartige, wegweisende Entscheidung zeigt allen Zoos, die Meeressäuger gefangen halten, egal ob in Nürnberg, Duisburg, auf Teneriffa, bei SeaWorld und überall auf der Welt, dass die Gefangenhaltung von Delfinen in Betonbecken aufhören kann und muss. Delfine sind hochintelligente und empfindsame Tiere, die im Meer jeden Tag viele Kilometer schwimmen. In einem kleinen engen Becken können sie physisch krank werden, oder sie beginnen sich selbst zu verstümmeln bis hin zu Selbstmordversuchen.

Was du tun kannst

Besuche niemals einen Meereszoo. Fordere die deutschen Zoos in Nürnberg und Duisburg auf, ihre Delfine in eine Meeresauffangstation umzusiedeln. Unterschreibe unsere Petition an den Loro Parque, Orca Morgan die Freiheit zu schenken.

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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