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15 Beispiele, dass auch deutsche Zoos Tiere misshandeln oder töten

Szene aus dem Zoo Dresden

Nach der Tötung von Giraffe Marius sind viele Menschen schockiert über das Verhalten von Zoos. Doch wer PETAs Veröffentlichungen aufmerksam verfolgt, weiß längst, dass sich auch deutsche Zoos keinen Deut um das Wohlergehen ihrer Tiere scheren. Denn: für Zoos sind Tiere reine Wirtschaftsobjekte.

(Klickt auf die verlinkten Wörter, um mehr über die einzelnen Fälle zu erfahren.)

1. Der Zoo Magdeburg tötete drei Tigerbabys, weil sie nicht „reinrassig“ waren. Die Zoo-Verantwortlichen wurden nach Strafanzeige von PETA dafür rechtskräftig verurteilt.

Tigerbaby


2. Der Safari-Park Hodenhagen verkaufte mehrere „überzählige“ Löwen an eine Jagdfarm in Südafrika. Dort können zahlungskräftige Kunden auf halbzahme Löwen ballern.

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3. In Wuppertal werden die beiden Schimpansen Epulu und Kitoto seit vielen Jahren in einen winzigen Betonraum gesperrt. Sie haben kein Außengehege.

Epulu und Kitoto
Epulu und Kitoto


4. Der bekannte Orang Utan Buschi im Osnabrücker Zoo übergibt sich regelmäßig und isst anschließend sein Erbrochenes. Eine typische Verhaltensstörung der intelligenten Menschenaffen, die in Gefangenschaft leben müssen.


5. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige von PETA gegen mehrere deutsche Zoodirektoren. Viele Jahre lang wurden tausende Tiere aus Zoos an dubiose Tierhändler verscherbelt, die unter anderem ein Tierversuchslabor und ein Exotenrestaurants zu ihrer Kundenliste zählen.

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6. Jahrzehntelang hat der Opel-Zoo in Kronberg seine Elefanten 16 Stunden am Tag angekettet. Erst jetzt zwang eine EU-Richtlinie den Zoo dazu, umzubauen.

Tierquälerische Elefantenhaltung im Opelzoo Kronberg
Tierquälerische Elefantenhaltung im Opelzoo Kronberg

 

7. Im Tiergarten Nürnberg wurde mindestens ein seltener Prinz-Alfred-Hirsch erschossen. Der stellvertretende Zoodirektor sagte, dass der Platz begrenzt beziehungsweise nicht vorhanden sei.

Prinz-Alfred-Hirsch
Prinz-Alfred-Hirsch


8. In vielen deutschen Zoos werden Elefanten mit dem Elefantenhaken geschlagen. Grund: sie praktizieren den „direkten Kontakt“.

Szene aus dem Zoo Dresden
Szene aus dem Zoo Dresden

 

9. Im Zoo Magdeburg wurden 27 Zebrafinken getötet, um Platz für Gouldamadinen zu schaffen. Das ist ebenfalls eine Finkenart – nur etwas attraktiver für Besucher.

Zebrafink
Zebrafink


10. Dass Delfine im Delfinarium leiden, weiß mittlerweile jedes Kind. Im Tiergarten Nürnberg werden einige von ihnen deshalb mit Diazepam („Valium“) und Clinofem®10 (weibliche Hormone zur Behandlung von Wechseljahr-Beschwerden) ruhig gestellt.

Auf Valium: Delfine im Tiergarten Nürnberg
Auf Valium: Delfine im Tiergarten Nürnberg


11. Weiße Tiger sind Inzuchten. Meist haben die Babys verkrüppelte Füßchen, Gaumenspalten oder neurologische Störungen und werden dann eingeschläfert. Trotzdem werden sie im Serengeti-Park Hodenhagen oder im Safari-Park Stukenbrock nachgezüchtet, um in alle Welt an „Sammler“ oder Zirkusse verkauft zu werden.

 

12. Im botsuanischen Tuli-Reservat wurden 30 Baby-Elefanten eingefangen, von den Eltern getrennt und monatelang mit grausamsten Methoden für den Zoo-Betrieb gefügig gemacht. Die Zoos Erfurt und Dresden bestellten vier der Tiere.

Elefantenbaby: Von der Savanne ins Zoogefängnis
Elefantenbaby: Von der Savanne ins Zoogefängnis


13. Vom Zoo Leipzig als Zuchterfolg für den Artenschutz gefeiert, ging ein Stumpfkrokodil über den Tierpark Berlin in den Besitz des Zootierhändlers Zajac über. Dort lebte das Krokodil jahrelang in einem desolaten Minigehege. 2012 wurde es nach unbekannt verkauft.

Stumpfkrokodil: Zoo Leipzig -> Tierpark Berlin -> Zootierhändler Zajac -> "unbekannt"
Stumpfkrokodil: Zoo Leipzig -> Tierpark Berlin -> Zootierhändler Zajac -> unbekannt

 

14. Der Tierpark Annaberg hält vier Eulen seit Jahren unter derart tierquälerischen Bedingungen, dass selbst die übergeordnete Landesdirektion deren Haltung als „absolut nicht ausreichend erachtet“.

Mini-Gefängnis für 4 Schleiereulen
Mini-Gefängnis für 4 Schleiereulen im Tierpark Annaberg

 

15. Trotz deutlichster, schwerer Verhaltensstörungen sperren deutsche Zoos weiterhin Eisbären ein. Auswildern geht aber auch nicht bei Eisbären. Ihr Leiden in Gefangenschaft ist unendlich.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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