Reiten Unterhaltung

Reitverband FEI: Blutiger Einsatz von Sporen soll künftig erlaubt sein

Einsatz von Sporen

Update 11. August 2017

Jetzt berichtet auch das ZDF über die tierverachtenden Pläne des FEI:


Wer noch immer daran zweifelte, dass Pferde für Wettbewerbe wie Sportgeräte behandelt werden – und nicht wie fühlende Lebewesen – dürfte spätestens jetzt die Skrupellosigkeit der Industrie erkennen:

Der mächtige internationale Reitverband FEI (Fédération Équestre Internationale) will die sogenannte Blood Rule kippen. Diese Regel besagt, dass Springreiter disqualifiziert werden, wenn unmittelbar nach dem Wettbewerb Blut an den Flanken des Pferdes gefunden wird. Doch die Reiter und ihre Geldgeber haben Druck auf die FEI ausgeübt, die Blood Rule abzuschaffen.

Einsatz von Sporen ist Tierquälerei

Ein neuer FEI-Entwurf besagt nun, dass lediglich „exzessiver Sporengebrauch“ geahndet werden soll – ein bisschen Blut, ein bisschen Schmerz und Leid der Pferde nehmen Verbände und Reiter offenbar gerne in Kauf, weil es um viel Geld und Prestige geht.

Einsatz von Sporen Hamburg Galopp Derby

Tierquälerische Regeln kein Einzelfall

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Tieren Schmerzen zuzufügen. Doch die Reitverbände haben sich ein eigenes Regelwerk geschaffen, das ein bestimmtes Maß an Schlägen und Peitscheneinsatz erlaubt. Und so sieht Zuschauer bei fast jedem Rennen, wie Jockeys auf der Ziellinie wie von Sinnen auf ihre Pferde eindreschen. Wegen des großen Lobby-Einflusses der Pferdesportverbände akzeptieren sogar Gerichte und Staatsanwaltschaften diese Tierquälerei – Strafanzeigen werden eingestellt.

Was du tun kannst

Bitte besuche oder wette auf keine Pferdesportveranstaltungen und informiere Freunde und Bekannte über die systematische Tierquälerei beim Pferdesport.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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