Delfinarien Unterhaltung

13 Gründe für ein NEIN zum Haigefängnis Shark City – Helft mit!

Hai für Shark City
© Andrey Armyagov / Dollar Photo Club

Laut Medienberichten soll „Shark City„, das „größte Indoor-Hai-Aquarium“ Europas, nun statt in Sinsheim, im hessischen Pfungstadt werden. Bis Ende 2018 will die „Seven Seas Aquarium Gesellschaft“ für 20,5 Millionen Euro ein zweistöckiges Gebäude mit 5.000 Quadratmetern Grundfläche und mit einer Gesamtkapazität von 14 Millionen Liter Wasser bauen.

Hier sollen neben zahlreichen Meerestieren auch mehr als 30 Haiarten schwimmen. 85 % der Tiere stammen (angeblich) aus Nachzuchten, schrieb uns der Bürgermeister.

Und die anderen 15 % sind dann wohl Wildfänge. Und das ist erst der Anfang. Woher kommen die Tiere, die nach ihrem Tod ersetzt werden?

Was sagt der Bürgermeister?

Der Bürgermeister schrieb uns unter anderem:

Ferner möchte ich Sie darüber informieren, dass die Entscheidung hier bereits gefallen ist und die Proteste – egal von wem und in welcher Heftigkeit – hier an einer bestehenden Beschlusslage nichts mehr ändern können, da die Entscheidung gefällt wurde.“

Das heißt, wir alle sollen kein Mitspracherecht erhalten. Wir werden unsere Meinung trotzdem freundlich kundtun und frei äußern – und für die Rechte der Meeresbewohner eintreten, die keine Stimme haben.

Hai im Meer
Hai im Meer

13 Gründe warum wir von PETA den Bau von Shark City ablehnen

  • Die Gefangenhaltung von Tieren lehnen wir grundsätzlich ab.
  • Egal wie groß die Aquarienbecken auch sein mögen, sie können den Haien ihren natürlichen Lebensraum nicht ersetzen und werden ihren Bedürfnissen nicht gerecht: Während die Tiere im Ozean beliebig weit schwimmen, tief tauchen und stundenlang jagen können, sind sie in den Aquarienbecken gezwungen, endlose Kreise zu ziehen. Statt Strömungen, Wellen, Sand, Felsen, Artenreichtum und Vielfalt gibt es im Aquarium nur unveränderliche Becken mit Glaswänden und Betonkacheln.
  • Die Tiere können sich ihre Mitbewohner nicht aussuchen und sich nicht zurückziehen.
  • Viele Haie werden in Gefangenschaft krank oder verhaltensgestört, oft sinkt die Lebenserwartung.
  • Bei Shark City handelt es sich um einen Zoo, der wilde Tiere aus dem Ozean fängt und somit zur Ausbeutung der Meere beiträgt. Mindestens einer der Geschäftsführer arbeitet(e) im Meerestierhandel.
  • Werden Haie aus dem Ozean gefangen, wird auch das ökologische Gleichgewicht im Meer bedroht, da sie oft an der Spitze der Nahrungskette stehen.
  • Der Fang aus dem Meer oder der Transport der Tiere aus anderen Aquarien sind immer mit Stress für die Fische verbunden und das mit teils tödlichen Folgen.
  • Der Bau von Shark City hat keinerlei Nutzen für die Tiere und ist komplett unnötig.
  •  Meerestiere sind den Besuchern schutzlos ausgeliefert, die gegen die Scheiben klopfen und Blitzlichtfotos machen.
  •  Shark City hat große kommerzielle Interessen  und auch die Stadt möchte gut an der Gewerbesteuer verdienen.
  • Besuchern, vor allem Kindern, würde mit dieser Einrichtung vermittelt, dass es in Ordnung ist, wildlebende Tiere einzufangen und lebenslang zur Unterhaltung des Menschen einzusperren. Eine solche Botschaft ist falsch und heute nicht mehr gesellschaftsfähig.
  • Aufklärung ist gut, aber ohne Tiere in den Becken. Man kann die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten oder filmen und an der Kinoleinwand den Besuchern zeigen.
  • Ein Informant wandte sich im Sommer 2016 an PETA. Er hatte in einem Sinsheimer Fastfood-Restaurant ein Gespräch zwischen den Geschäftsführern mitangehört. Aus diesem Gespräch ging hervor, dass  beim Import von günstig eingekauften Wildfängen von den Geschäftsführern bewusst Todesfälle in Kauf genommen wurden. Wir haben diese Hinweise mit der Bitte um Prüfung an das Sinsheimer Veterinäramt weitergeleitet. Ob diese Aussagen stimmen, wissen wir nicht, aber wir halten sie für glaubwürdig.

So kannst Du helfen

Haie und andere Meeresbewohner brauchen unsere Stimme. Sie haben ein Recht auf ein Leben in Freiheit. Wenn auch Du möchtest, dass Shark City nicht gebaut wird, dann schreibe bitte eine freundliche und höfliche E-Mail an den Bürgermeister von Pfungstadt. Vielen Dank!

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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