Jagd

Tragisches Ende einer Treibjagd für zwei Jagdhunde

Bild: Bettina H

Medienberichten zufolge wurde am vergangenen Samstag ein Jagdhund bei einer Treibjagd bei Lebach getötet und ein weiterer verletzt. Einer der Hunde folgte einer Fährte über die Bundesstraße hinweg. Dabei wurde er von einem Auto erfasst und verletzt. Ein weiterer Jagdhund wurde von einem Jäger erschossen, als dieser versuchte ein Wildschwein zu töten.

Tragisches Unglück oder vorprogrammiert?

Insbesondere bei großen Treib- und Drückjagden besteht eine hohe Gefahr auf Wildunfälle. Die Wildtiere werden aufgescheucht, sie flüchten und rennen in Todesangst um ihr Leben – dabei auch über Straßen. Ebenso sind Fehlschüsse bei der Jagd keine Seltenheit. Aus einer Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) geht hervor, dass gerade bei Drückjagden bis zu 70 Prozent der Wildtiere nicht sofort getötet, sondern durch Fehlschüsse verwundet werden. Zudem ereignen sich jedes Jahr mehrerer sogenannter „Jagdunfälle“, bei denen Fehlschüsse oder Querschläger Menschen verletzen oder gar töten, Gewehrkugeln in Häuser einschlagen oder Spaziergänger plötzlich unter Beschuss geraten.

Bei der Jagd werden die Hunde zudem bewusst gefährlichen Situationen ausgesetzt. Nicht selten kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Jagdhund und Wildtier, beispielsweise wenn die Hunde angeschossene Wildtiere suchen müssen oder in den Bau einer Fuchs- oder Dachsfamilie geschickt werden.

Bei der Jagd besteht Gefahr für jedes Lebewesen– ob Wildtier, Mensch oder Hund!

 

Über den Autor

Vanessa

ist Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland. In den Niederlanden hat sie Wildtiermanagement studiert.

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