Delfinarien Unterhaltung

Applaus für Barcelona: Delfinarium wird schließen

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Die wegweisende Entscheidung in Barcelona ist gefallen: Der Zoo gibt die Delfinhaltung auf. Am 22. Dezember stimmte laut Medienberichten die Mehrheit der im Stadtrat vertretenen Parteien gegen den Ausbau des Delfinariums. Somit ist Barcelona die erste Stadt in Spanien, die ihr Delfinarium schließt. Seit 1965 wurden in Barcelona Delfine in Gefangenschaft gehalten.

Gründe für die Schließung

Das Delfinarium in Barcelona kann die ab 2018 geltenden Vorgaben der European Association of Aquatic Mammals (EAAM) nicht erfüllen. Der Umbau des Delfinariums würde jedoch mehrere Millionen Euro kosten. Auch wollten die Politiker weder die Delfine noch die anderen Tiere monatelangem Baulärm aussetzen. Einige Politiker haben – vermutllich – auch eingesehen, dass es nicht vertretbar ist, Delfine in ein enges Betonbecken zu sperren, wo ihre kognitiven Fähigkeiten verkümmern und sie als Zirkusclowns benutzt werden.

Wohin mit den sechs verbleibenden Delfinen?

Die sechs Delfine Anak, Blau, Tumay, Leia, Kuni und Nuik sollen auf andere Delfinarien verteilt werden. Die Organisation FAADA hatte vorgeschlagen, die Tiere in eine betreute Meeresbucht, zum Beispiel in Griechenland, zu überführen.

Hut ab für Barcelona – aber nicht für Nürnberg

Während Barcelona Umbaumaßnahmen ablehnt, wird der Zoo Nürnberg dieses Jahr damit starten und die im Zoo lebenden Delfine (und andere Tiere) monatelangem Baulärm aussetzen, sie in die engen Becken des alten Delfinariums einsperren oder gar noch weitere Tiere nach Lanzarote oder in andere Delfinarien vorübergehend oder dauerhaft abschieben.

Unterschreibe unsere Petition

Bitte unterschreibe unsere Petition und fordere die deutschen Zoos auf, die Delfine in eine betreute Meeresbucht zu überführen. Auf Lipsi könnte laut Medienberichten für nicht einmal 500.000 Euro ein betreutes Meeresgehege entstehen. Das ist keineswegs teurer als die Kosten für den Umbau des Nürnberger Delfinariums. Aber es wäre ein großes Stück Freiheit für die Delfine. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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