Ernährung Schlagzeilen

Vegane Gemeinschaftsverpflegung in Portugal

© iStock.com / vladimir_n

Am 03.03.2017 wurde in Portugal ein Gesetz verabschiedet das vegane Gerichte in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung zur Pflicht macht. Das Gesetz bezieht sich auf „rein vegetarische“ Gerichte. Dies bedeutet, dass keine tierischen Inhaltstoffe enthalten sein sollen. Inbegriffen sind alle öffentlichen Gemeinschaftsverpfleger: Kantinen, Krankenhäuser, Gefängnisse bis hin zu Schulen. Begrüßenswert ist der Schritt diesen Entschluss exemplarisch als Gesetz festzuhalten.

Was bedeutet das für die Kantinen?

Für die Kantinen in Portugal bedeutet es vor allem eines: Ihr Angebot kann erweitert werden und das Sortiment wird um einige tierleidfreie Optionen reicher. Eine vegane Mahlzeit kann auch allen Menschen angeboten werden und ist in der heutigen Zeit der religiösen Diversität und Lebensmittelallergien immer eine gute Möglichkeit. Außerdem werden die veganen Gerichte aufgrund der rein pflanzlichen Zutaten meist günstiger sein.

Insgesamt soll die Umstellung in sechs Monaten durchgeführt werden. Es werden Kochschulungen von professionellem Personal durchgeführt, die eine gesunde und ausbalancierte Ernährung gewährleisten. Verantwortliche erwarten, dass eine Umstellung in den meisten Fällen schon nach zwei Monaten erfolgt ist.

Erfolge über Petitionen

Die Idee in Portugal startete als Petition der „Vegetarian Society“ mit über 15.000 Unterstützern und wurde erstmalig Anfang 2016 im dortigen Parlament diskutiert. Ein langer Prozess und die Unterstützung von Grünen und linken Parteien brachten schlussendlich den Erfolg und Mehrheitsbeschluss. Infolgedessen wurde „Vegetarismus“ erstmals in einem Gesetzestext festgehalten.

PETA spricht mit vielen Petitionen politische Entscheider an. Auch wenn es anstrengend sein kann unter jede Petition seinen Namen zu setzen und einige nicht zum gewünschten Erfolg oder Gesetzesentwurf führen. Dennoch wird jede Petition von den Verantwortlichen zur Kenntnis genommen und das Thema bleibt präsent. Dadurch führen Petitionen zu besseren Verhandlungspositionen und bedingen einen langfristigen Erfolg.

Was bedeutet das für uns?

Mit dem Angebot veganer Gerichte in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung werden die Menschen ermutigt die vegane Option zu wählen und ihre Essgewohnheiten zu überdenken. Hierdurch wird eine tierleidfreie, umweltschonende und klimafreundliche Möglichkeit geboten.

Portugal geht mit einem guten Bespiel voran. Auch in Stadien, Mensen und anderen öffentlichen Einrichtungen wird das vegane Angebot erweitert. Das Beispiel aus Portugal markiert einen kleinen Erfolg auf dem Weg. Dieser Weg muss weiter beschritten werden. So hilft auch jeder Erfolg, jede Unterschrift auf eine Petition, jeder noch so kleine Schritt sich für Tierrechte einzusetzen, hartnäckig und ausdauernd zu sein. Am Ende zählt jedes gerettete Leben. Werde vegan, rette Leben.

 

Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen