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Todeszone im Golf von Mexiko – Schuld ist die Fleischindustrie

Todeszone im Golf von Mexiko
© NASA Earth Observatory, Jeff Schmaltz

Im Golf von Mexiko breitet sich eine große Todeszone aus. Dieses Gebiet, mit Ausläufern von Texas bis nach Florida, misst 23.000 Quadratkilometern und ist fast so groß wie Mecklenburg-Vorpommern.

Was ist eine Todeszone?

Der Sauerstoffgehalt in Teilen des Golfs von Mexiko ist so stark abgesunken, dass dort kein Leben mehr existiert. Deswegen wandern Fische, Krustentiere oder Muscheln entweder ab oder sterben.

Über das weit verzweigte Flusssystem des Mississippi werden massiv Nährstoffe und verschmutzes Wasser aus dem Binnenland in den Golf von Mexiko eingetragen. Diese Stoffe sind Düngemittelreste und Abwässer aus Städten, der Landwirtschaft  und der Industrie.

Die eingetragenen Nährstoffe sorgen für ein vermehrtes Algenwachstum, genauer gesagt Phytoplankton. Dies ist neben den Ablagerungen auf den Satellitenbildern zu erkennen. Durch die Algenblüte können Bakterien in den tieferen Wasserschichten sich stark vermehren. Dadurch verbraucht nahezu den gesamte Sauerstoffgehalt und die Todeszone entsteht.

Wer ist dafür verantwortlich?

Den größten Einfluss in auf den Golf von Mexiko hat der Futtermittelanbau für die landwirtschaftliche Tierhaltung. Hierfür werden große Monokulturen aus Mais und Soja angebaut, die mit Mineraldünger und Gülle gedüngt werden. Durch fehlende Regeln und übersteigerte Nutzung werden diese als Nährstoffe, die eigentlich für die Pflanzen gedacht sind, in das Flusssystem des Mississippi gespült. Dieser mündet wiederum in den Golf von Mexiko und bringt die Nährstoffe ins Meer, in dem die Todeszone entsteht.

In einer neuen Studie werden die großen Player der amerikanischen Futtermittelwirtschaft und Fleischwirtschaft als Verursacher genannt. Diese beliefern auch mehrere Fast-Food-Restaurants und Lebensmittelgroßhändler. Für diese Gier nach billigem Fleisch wird die Umwelt geschädigt und unzählige Tiere unter Qualen gehalten und getötet. Einer dieser Player tötet in der Woche bis zu 35 Millionen Hühner und 125.000 Rinder. Dafür wird auf fünf Millionen Hektar Mais angebaut.

Gibt es auch andere Todeszonen?

Weltweit gibt es mehrere Todeszonen. Auch in der Ostsee. Zu den Gründen hier zählen die tiefen, sauerstoffarmen Becken in der Ostsee, der Klimawandel, aber auch der Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft. Vor allem der Klimawandel ist hier der deutlich treibende Faktor. Aber auch dagegen kann jeder Einzelne  aktiv werden.

Was kannst du sonst noch tun?

Greif den Tieren und der Umwelt zu liebe zu Fleischalternativen. Dir fällt der Einstieg in eine vegane Lebensweise schwer? Dann probiert doch einmal den kostenlosen Veganstart aus! Es gibt viele Gründe für einen veganen Lebensstil. Welches ist deiner?

Über den Autor

René

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.

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