Haustiere Schlagzeilen

Illegaler Tiertransport: 3200 Tiere kämpfen um ihr Leben

Zwerghamster illegaler Tiertransport
© Julia Bielecki für PETA

Update 1. August 2017:

Gute Nachrichten zu diesem traurigen Fall: Die geretteten Tiere dürfen im Troisdorfer Tierheim bleiben und werden glücklicherweise nicht nach Belgien zurückgebracht. Ein weitere Transport bleibt ihnen glücklicherweise erspart. Außerdem kann das Tierheim die Tiere dann selbst vermitteln. Es gibt bereits einige Interessenten. Bezüglich der Strafverfolgung ist man eng mit den belgischen Behörden in Kontakt.


Skrupelloser illegaler Tiertransport

Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass ein illegaler Tiertransport mit etwa 3000 Hamstern und 200 Vögeln entdeckt worden ist. In einer anderen Quelle ist sogar die Rede von etwa 3500 Hamstern und 500 Vögeln. Die Transportbedingungen entsprachen nicht den europäischen Tierschutzvorgaben. Für die Tiere mit fatalem Ende. Der illegale Tiertransport war auf dem Weg von Belgien nach Spanien.

Über 500 tote Hamster

Ein Transporter war nach einem Fahrzeugschaden in eine Werkstatt in Siegburg gebracht worden. Mitarbeiter der Werkstatt entdeckten die eingepferchten Tiere im Wageninnern. Sie kämpften um ihr Leben. Glück im Unglück, dass der Wagen liegen geblieben ist.

Für etwa 500 Hamster kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits qualvoll verstorben. Die anderen Hamster, Sittiche und Papageien kamen ins Tierheim nach Troisdorf.

Wenn Tiere wie Ware behandelt werden

Verpackt wie Ware. Die Mitarbeiter*innen des Tierheims waren entsetzt. Die Tiere waren in ihren winzigen Käfigen der Hitze ausgesetzt. Einige Transportbehältnisse waren sogar zugenagelt! Die toten Tiere lagen zwischen ihren Artgenossen. Es ist kaum vorstellbar, welche Qualen die Tiere ertragen mussten. Zu hoffen bleibt, dass nicht noch weitere Tiere sterben und nicht all zu viele schwangere Tiere unter den Hamstern sind.

Zwerghamster
So sieht ein glücklicher Hamster aus. © Julia Bielecki für PETA

Lobenswerter Einsatz des Troisdorfer Tierheims

Zunächst sind die Tiere in Troisdorf in Sicherheit. Doch langfristig kann das Tierheim die tausenden Tiere natürlich nicht beherbergen und versogen. Derzeit sind sie nicht vermittelbar. Das Tierheim Troisdorf ist nun dringend auf Hilfe angewiesen. Freiwillige Helfer zur Versorgung der vielen Neuankömmlinge und sehr viel Eqipment und Tiernahrung werden benötigt, schreibt das Tierheim auf seiner Facebookseite.

Was du tun kannst

Adopt – don’t shop.

Über den Autor

Dörte

ist Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland. Sie hat Veterinärmedizin in Leipzig studiert.

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