Ernährung

Erste arabische Universität mit veganem Café

© iStock.com / Miroha141

Auf dem Universitätscampus der Al Quds Universität in Abu Dis, Jerusalem gibt es seit Oktober 2016 ein veganes Café. Es trägt den Namen Sudfeh, was übersetzt soviel heißt wie „glücklicher Zufall“ oder „Entdeckung“. Angestoßen wurde das Projekt von der Palestinian Animal League (PAL). Beachtenswert: es ist das erste Café auf einem Universitätscampus in der arabischen Welt mit einem rein veganen Angebot.

Idee

Die Idee hinter dem Café stammte aus dem „Youth for Change program“ der PAL. Hauptziel des Programms ist es Studenten die nötige Qualifikationen und Informationen zu geben eine ethische Botschaft für den Tierschutz nach außen zu vertreten. Diese Studenten sollten dann die Informationen aus dem sechsmonatigen Programm weiter geben und eigene Initiativen gründen. Eine dieser Initiativen stammte von einer 14 jährigen Schülerin. Es war die Idee eines rein veganen Cafés.

Entstehung

Mit dieser Idee ging die PAL zur Verwaltung der Al-Quds Universität. Dies kam so gut an, dass die Universität mietfrei Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Der Präsident der Universität begrüßt Jugendinitiativen, die etwas Positives auf dem Campus schaffen. Einzige Bedingung dafür war, dass 50 Prozent der Einnahmen des Sudfeh von der Universität genutzt werden um Stipendien für finanziell schwache Studenten zu ermöglichen. Die anderen 50 Prozent der Einnahmen werden von PAL für Aufklärungsarbeit und Aktivitäten im Rahmen des „Youth for Change“ Programms an Schulen genutzt. Somit ist das Café ein Non-Profit Projekt.

Crowdfunding

Um das Geld zur Eröffnung des Cafés zu sammeln startete PAL eine internationale Onlinekampagne. Von August 2016 bis Oktober 2016 wurde das Geld eingenommen, das zur Eröffnung notwendig war.

Ziele

Das Sudfeh ist das erste vegane Café im arabischen Raum und will mit frischen, günstigen, gesunden Mahlzeiten die Studenten auf dem Campus versorgen. Mit den rein pflanzlichen Gerichten sollen die Menschen auf Tierschutzthemen aufmerksam gemacht werden. Eine vegane Ernährung und das Wissen darüber sind in Palästina kaum vorhanden. Darüber hinaus können viele traditionelle Gerichte vegan angeboten werden, darunter Hummus, gefüllte Weinblätter, Reis und Linsen.

Weitere Informationen

PAL ist die einzige Non-Profit Organisation in Palästina, die sich für Tierrechte einsetzt. Eines ihrer Hauptprogramme ist das Straßenhundeprogramm, in dem über 1.000 Hunde gerettet und kastriert wurden. An den Erfolg des ersten Sudfeh soll angeknüpft werden und geplant sind sieben weitere Standorte, die nach demselben Prinzip wirtschaften und weitere Menschen über Tierrechte informieren.

Was kannst du tun?

Auch du kannst dich mit eigenen Ideen und Projekten einbringen und aktiv an deiner Welt mitwirken. Lebe vegan, sei Teil der Veränderung. Lebst du noch nicht vegan und interessierst dich dafür? Melde dich beim Veganstart an!

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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