Ernährung

Antibiotika: Chinas Küsten voller resistenter Keime – und bei uns?

© iStock.com / Pogonici

Der häufige Einsatz von Antibiotika ist aufgrund der Entstehung resistenter Keime weltweit ein großes Problem. Denn hat man einen resistenten Keim im Körper, kann bei einer Infektion das vielleicht lebensrettende Antibiotikum nicht anschlagen. Forscher haben nun an den Mündungsgebieten von Chinas Küsten Millionen Resistenzgene im Schlamm nachgewiesen.

Das Problem an diesen resistenten Genen?

Sie machen gegen fast alle Antibiotika auf dem Markt immun! Das heißt im schlimmsten Fall, dass beispielsweise eine Wunde, die sich infiziert und eine Entzündung auslöst, nicht mehr einfach mit einem Antibiotikum behandelt werden kann. Für den Patienten bedeutet das unter anderem lange Krankenhausaufenthalte, Schmerzen und je nach Schweregrad auch den Tod.

„Diese weite Verbreitung solcher Resistenzen in der aquatischen Umwelt ist alarmierend.“, so die Forscher.

Woher stammen die antibiotikaresistenten Keime in China?

Neben medizinischen Einrichtungen sind die Landwirtschaft und vor allem die Aquakultur hauptverantwortlich für diese gefährliche Entdeckung. Denn dort werden Tiere wegen den schlechten Haltungsbedingungen und dem hohen Krankheitsdruck oft vorbeugend mit antibiotischen Medikamenten behandelt und am Leben gehalten. Zudem steigern Antibiotika in manchen Fällen auch die Leistung der Tiere.

Jetzt denken vielleicht einige von euch: Was hat das nun mit Deutschland zu tun?

Nun, auf der einen Seite können diese resistenten Keime über die Tiere (vor allem Fische wie Pangasius und Tilapien) der dortigen Aquakulturen auf eure Teller gelangen und es ist ja kein Geheimnis, dass die Weltmeere miteinander verbunden sind und somit liegt eine weltweite Verbreitung nicht ganz fern.

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 15.000 Menschen an den Folgen resistenter Keime!

Wir müssen leider nicht auf die Resistenzgene aus China warten, denn wir haben das Problem schon lange hier in Deutschland.

Natürlich spielen Krankenhäuser hier ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung antibiotikaresistenter Keime. Aber durch den hohen und oft falschen Medikamenteneinsatz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, züchten wir uns resistente Keime, die zum Beispiel durch Stallluft oder Gülle in die Umwelt und durch tierische Produkte, wie Fleisch und Fisch, direkt in die heimische Küche gelangen.

Was DU tun kannst:

Unterschreibe unsere Petition und starte noch heute in ein veganes Leben!

Und der Vollständigkeit halber: Nehmt Antibiotika natürlich nur ein, wenn der bakterielle Infekt es verlangt und dann bitte auch nach Packungsbeilage. Und entsorgt Medikamente bitte niemals über das Klo oder den Abfluss. Dies schadet der Umwelt und kann für Fische oder andere Tiere tödlich enden!

 

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen