Bekleidung Wolle

So setzt sich PETA für die Entwicklung veganer Wolle ein

Schafe Nordsee
© Conny Maisch

PETA USA als Mitsponsor der Global Biodesign Challenge zur „Entdeckung“ veganer Wolle

Durch eine Partnerschaft zwischen PETA USA, der Investmentfirma Stray Dog Capital und der Stella McCartney Ltd. schreibt die Biodesign Challenge 2018 unter allen College-Studierende in den USA einen PETA-Preis für tierfreie Wolle aus. Daraus hervorgehen soll eine biofabrizierte vegane Wolle. Der neue Preis wird am Freitag auf dem diesjährigen Biodesign Challenge Summit im New Yorker Museum of Modern Art vorgestellt.

Wolle – schlecht für die Tiere, schlecht für die Umwelt

Die heutige Wollindustrie zerstört die Umwelt und missbraucht in Schurställen sanftmütige Schafe. PETA USAs besonderer Biodesign Challenge-Preis soll junge Designer inspirieren und sie mit den nötigen Mitteln ausstatten, um ein nachhaltiges Material zu entwickeln, das Tieren viel Leid erspart.

Schafe in Chile

Möge der Beste gewinnen!

Die Biodesign Challenge vernetzt Designstudierende mit Experten aus dem Bereich der Biotechnologie, damit neue Erfindungen entwickelt werden können. Über 30 Universitäten nehmen an der Biodesign Challenge teil und halten einen eigenen Wettbewerb unter ihren Studenten ab. Die Gewinner jeder Hochschule fahren nach New York City, um ihre Designs zu präsentieren und sich gegen die anderen Gewinner zu behaupten. Nur das beste Team wird den großen PETA-Preis mit nach Hause nehmen.

Nachhaltige, tierfreundliche und umsetzbare Alternativen für Wolle gesucht

Der PETA-Preis wird im Juni 2018 an das Team mit dem besten Konzept für ein nachhaltiges Biomaterial, welches tierische Wolle ersetzen könnte, überreicht. Bewertet werden der Lebenszyklus des Materials, der Produktionsprozess, die Entsorgung sowie das Recyclingpotenzial. Außerdem sollten die Studierenden erkunden, ob der Herstellungsprozess des Biomaterials auch tatsächlich mit der heutigen Bekleidungsindustrie vereinbar ist oder die Herstellung wollfreier Garne bestenfalls vorantreiben könnte.

 

Wolle

Schafe lebendig gehäutet

PETA und seine Partnerorganisationen haben mittlerweile sechs Enthüllungsberichte in 39 wollproduzierenden Betrieben, auf drei Kontinenten veröffentlicht. Sie alle haben gezeigt: Schafe werden in der internationalen Wollindustrie verstümmelt, missbraucht und bei lebendigem Leib gehäutet. Die Scherer werden normalerweise pro Stück und nicht pro Stunde bezahlt. Das fördert eine schnelle, gewaltsame Schur. Zudem produziert die Wollindustrie riesige Mengen Methan, erodiert Böden und verschmutzt Wasserwege.

Was Du tun kannst?

Man muss nicht Design studieren, um sich für die missbrauchten Tiere in der Wollindustrie einzusetzen. Du kannst uns dabei unterstützen, den leidenden Schafen und Lämmern zu helfen, indem Du Wollprodukte im Regal liegen lässt und stattdessen zu tierfreundlichen Materialen wie Baumwolle, Tencel oder Sisal greifst. Mehr Infos zu tierfreundlicher Mode findest Du zudem unter: VeganeMode.info

 

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.

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