Bekleidung Exoten Leder

Exotisch: So verschafft sich PETA Gehör bei Prada!

PETA Demo in Hamburg

Forderung nach Exotenlederverbot erreicht Pradas Sitzungssaal

Im Besitz einer Aktie zu sein, ist manchmal ganz schön praktisch. PETA US reiste Ende Mai nach Mailand, um an der Jahreshauptversammlung des Modeunternehmens Prada teilzunehmen. Eine Vertreterin von PETA richtete dort eine unausweichliche Frage an das Unternehmen: Wann werdet ihr endlich damit aufhören, „Luxusprodukte“ aus Straußen- und Reptilienleder zu verkaufen?

Verantwortung ist subjektiv?

Nachdem PETA das Unternehmen während der Versammlung darüber aufklärte, dass sogenannte „Exoten“ häufig bei lebendigem Leib zerstückelt werden, verteidigte Pradas Vorstand Carlo Mazzi die Praktiken des Luxuslabels mit den Worten „morality is subjective“ (Moral ist subjektiv). Durch diese Aussage verweigert er die Anerkennung der Tatsache, dass die von Prada unterstütze Tierquälerei – Alligatoren bei vollem Bewusstsein einen Metallstab in die Wirbelsäule zu rammen – auf Fakten beruht.

Prada steckt den Kopf in den Sand

PETA appelliert schon lange an Prada, die Produktion von exotischen Häuten einzustellen. Anstoß dazu gab ein Enthüllungsvideo aus der Straußenlederindustrie. Strauße werden für die Produktion „luxuriöser“ Straußenledertaschen mit Elektroschocks betäubt, geschlagen, per Kehlschnitt getötet und anschließend gerupft. Einer der Hauptabnehmer von Straußenhäuten ist das Modeunternehmen Prada.

Prada Tasche

Lebendig gehäutet

Doch hier nimmt der Schrecken noch lange kein Ende. Prada hat auch eine Vorliebe für Handtaschen und Schuhe aus Krokodilleder. Ein Enthüllungsbericht auf einer Alligatorenfarm in Texas zeigt wie Alligatoren in dunklen, nasskalten Schuppen in stinkendem Wasser gehalten werden. Wenn die Tiere drei Jahre alt sind, schneidet man ihnen ins Genick und rammt einen Metallstab in ihren Kopf – so soll das Gehirn der Reptilien zerstört werden. Die Aufnahmen der Ermittler zeigen, dass viele Tiere noch bei vollem Bewusstsein sind, während die Arbeiter damit beginnen, ihnen die Haut vom Körper zu schneiden. Prada nimmt diese Zustände gerne in Kauf – schließlich machen sie mit dem Verkauf der Tierhäute ein Mordsgeschäft. 

http://www.veganblog.de/2016/04/prada-hat-peta-usa-als-neuen-aktionaer-finde-heraus-warum/

Eine neue Strategie für die Tiere

Da sich Prada bisher weigerte mit PETA über die Aufnahmen zu sprechen, hat sich unsere Partnerorganisation in den USA dazu entschieden, Aktien der Luxusmarke zu erwerben. Dadurch kann Prada der Debatte um exotische Tierhäute nicht länger aus dem Weg gehen. PETA US hat nun die Möglichkeit, auch weiterhin an Pradas Jahreshauptversammlungen teilzunehmen und das Thema Tierrechte direkt an den Vorstand zu bringen.

Was du tun kannst?

  • Kaufe und trage niemals Kleidung aus Tierhäuten
  • Informiere Deine Freunde und Bekannten über Vegane Mode 
  • Fordere Prada auf, keine exotischen Häute mehr zu verkaufen

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.

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