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5 „gute“ Gründe Pelz zu tragen

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Wer kennt das nicht? Man sitzt in der Bahn, der Blick schweift über die Person gegenüber und bleibt schließlich am Echtpelzkragen hängen. Sofort taucht in unseren Köpfen diese eine Frage auf: Warum?

Leider bleibt die Frage häufig unausgesprochen, da nur die Wenigsten von uns für eine Argumentation bereit sind. So vergehen die Minuten und das Gegenüber verlässt ohne jeden Hinweis die Bahn. Das Thema Pelz blieb wieder einmal ein Tabu.

Damit du ab jetzt immer das perfekte Argument auf den Lippen trägst, folgen fünf beliebte Aussagen von Pelztragenden inklusive einer passenden Antwort dafür. Die goldene Regel dabei: Immer schön freundlich bleiben!

  1. Weil Pelz so schön weich und warm ist …

    Schon möglich, allerdings gibt es heute viele pflanzliche und synthetische Stoffe, die ohne Tierleid ebenso kuschelig und weich sind. Probier’s doch mal mit Plüsch. Für die Felloptik gibt es mittlerweile auch qualitativ hochwertige Pelzimitate, für die garantiert kein Tier getötet wurde.

  2. Weil Pelz natürlich und ökologisch ist …

    Das ist leider ein weit verbreiteter Irrtum. Pelz ist die Haut eines getöteten Tieres und würde unbehandelt verwesen. Um das zu verhindern werden eine Unmenge an Chemikalien eingesetzt, sowie sehr viel Wasser. Die giftigen Abwässer der Pelzfabriken landen oftmals ungefiltert in der Umwelt. Natürlich ist an einem Pelzkragen somit gar nichts mehr.

  3. Weil der Mensch schon immer Pelz getragen hat …

    Mag sein, allerdings haben die Menschen vor tausenden von Jahren aus der Not gehandelt, da sie den Witterungsverhältnissen schutzlos ausgeliefert waren. Heute können wir uns bei Kälte zurückziehen und sollte es doch mal eisig werden, haben wir hunderte Stoffe und Materialien erfunden, die uns ganz ohne Tierleid warm halten. Baumwolle, Viskose, Leinen oder Synthetik, sind nur einige davon. Nackig ist man heute nur noch freiwillig.

  4. Weil mein Pelz aus der Jagd kommt und somit fair und nachhaltig ist …

    Pelz aus der Jagd verursacht für die Tiere nicht weniger Leid, als auf den grausamen Zuchtfarmen. Hunderttausende der gejagten Tiere werden nur angeschossen und verbluten unaufgefunden im Wald. Bei der Pelzjagd mit Fallen wird Füchsen oder freilaufenden Hunden das Genick gebrochen oder sie werden qualvoll erdrosselt. Lebendfallen verursachen enormen Stress für die Tiere und sind alles andere als fair.

  5. Weil ich nicht wusste, dass es echter Pelz ist…

    Da ergeht es dir wie vielen Menschen! Obwohl es seit 2012 eine Kennzeichnungspflicht für Tierpelze gibt, wird diese von vielen Händlern nicht eingehalten. Solltest du beim Einkaufen unsicher sein, kannst du diese Pelztests ausprobieren. Im Zweifelsfall einfach ein anderes Kleidungsstück wählen. Da du nun weißt, dass du keinen synthetischen Pelz gekauft hast, kannst du den Pelzbesatz an deinem Kragen oder deiner Mütze ja einfach abknipsen oder zukünftig eine andere Jacke tragen. Damit setzt du ein wichtiges Zeichen für die Tiere.

© iStock.com / Rawpixel Ltd

 

Was du tun kannst, um den Pelztieren zu helfen:

  1. Informiere dich auf PELZ.peta.de
  2. Kläre deine Mitmenschen auf
  3. Kenne den Unterschied! #Echtpelz#Kunstpelz

 

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.

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