Verschiedenes

Ausgezeichnete Tierquälerei im Loro Parque

Orca im Loro Parque

American Humane Association verleiht Heiligenschein

Der spanische Meereszoo Loro Parque auf der Insel Teneriffa ist am Freitag von der American Humane Association (AHA) mit dem Zertifikat „Humane Certified“ ausgezeichnet worden. Dr. Robin Ganzert von der AHA übergab im Rahmen einer Pressekonferenz die Auszeichnung dem Präsidenten des Parks, Wolfgang Kiessling. Zur Begründung hieß es, dass es den Schwertwalen im Park gut gehe. Auch trage der Zoo zur Erhaltung der Biodiversität bei. Für uns ist die Zertifizierung blanker Hohn und versuchte Verbrauchertäuschung.

Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass die AHA, eine „Tierschutzorganisation“ mit Sitz in Washington, D.C., gerne Auszeichnungen für Tierquälerei vergibt. So zertifizierte sie erst kürzlich „Siegfried and Roy’s Secret Garden“ und „Dolphin habitat“, obgleich hier die Bedingungen so schlimm sind, dass seit 1990 mindestens 15 Delfine starben. Die AHA unterstützte auch das SeaWorld-Projekt „Blue World“ (Beckenvergrößerung) und verleiht Filmen das bekannte “no animals were harmed”-Label. Für letzteres gerät die Vereinigung immer wieder in die Kritik, da Tiere in Hollywood-Produktionen verletzt worden waren oder sogar starben, die Filme aber dennoch eine Zertifizierung erhielten.

Mutter des getöteten Orca-Trainers Alexis F. spricht sich für die Freiheit der Orcas im Loro Parque aus

Während der Loro Parque die Gefangenhaltung von Schwertwalen zu rechtfertigen sucht, wächst weltweit die Kritik. Auch die Mutter des getöteten Orca-Trainers spricht sich in einem Video für die Freiheit der Schwertwale aus. 2009 wurde ihr Sohn von Orca Keto tödlich angegriffen. Der Loro Parque bagatellisiert den Vorfall als „Unfall“ und Keto muss weiterhin zu Popmusik tanzen.

Auch Orca Morgan wird angegriffen

Videos zeigen, dass Orca Morgan wiederholt aus dem Becken springt und teils mehr als 9 Minuten am Beckenrand in der Sonne liegen bleibt, um den Angriffen eines anderen Orcas zu entgehen. Morgan ist im Ozean geboren und Orca-Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Morgans Familie noch gefunden und sie mit einem gezielten Training wieder zu ihnen in die Freiheit zurückkehren könnte.

Vorbild Frankreich: Nachzucht von Orcas und Großen Tümmlern wurde verboten

Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal hat Anfang Mai die Zucht von Zahnwalen in Meereszoos mit sofortiger Wirkung verboten. Wir haben die deutsche Umweltministerin aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen. Unterstütze unsere Forderung und bitte Ministerin Hendricks freundlich um ein Zuchtverbot von Delfinen in Gefangenschaft. Bitte unterschreibe auch hier unsere Petition für Morgan und wende dich direkt an den Loro Parque und fordere das Ende der Gefangenhaltung von Orcas. Vielen Dank!

 

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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