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Entlarvt: Kanada verliert weitere Ausrede für das Robbenschlachten

© Sea Shepherd

„Robben wird oft für die unterschiedlichsten Dinge die Schuld zugeschoben.”

Das sind die Worte eines kanadischen Wissenschaftlers. Er bezieht sich damit auf einen alten Mythos, der oft genutzt wird, um Kanadas schwindendes kommerzielles Robbenschlachten vor der Ostküste des Landes am Leben zu halten: Dass Sattelrobben für die niedrigen Kabeljauvorkommen vor der Küste verantwortlich seien.

John Brattey von Fisheries and Oceans Canada, einer bundesstaatlichen Organisation zum Schutz Kanadischer Fischbestände und Gewässer, ist der Ansicht, es gäbe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Robben einen negativen Einfluss auf das Wachstum der erschöpften Kabeljaupopulationen hätten. Trotzdem wird dies häufig als Grund genannt, um das vielfach kritisierte kommerzielle Robbenschlachten am Leben zu halten.

„Aktuell liegen uns keine ausreichend starken Hinweise darauf vor, dass Sattelrobben großen Einfluss auf die Erholung der Kabeljaubestände hätten.“

Ganz im Gegenteil: Brattey zufolge sind in den vergangenen 10 Jahren sowohl die Kabeljau- als auch die Robbenpopulationen gewachsen. Er geht davon aus, dass Robben andere Fische als Nahrung bevorzugen. Somit gibt es für das kommerzielle kanadische Robbenschlachten keine Entschuldigung mehr.

Die kanadischen Robbenjäger können so viele unhaltbare Begründungen vorbringen, wie sie wollen – die Tötung zehntausender Robbenbabys, die jedes Jahr ihres Felles wegen erschossen oder erschlagen werden, ist durch nichts zu rechtfertigen.

Gerade erst hat die Schweiz als 35. Land ein Importverbot auf Robbenprodukte erlassen. Immer mehr Länder stellen sich gegen dieses tierquälerische und archaische Vorgehen.

Es ist an der Zeit, das grausame Abschlachten der Robben zu beenden– und ihr könnt dabei helfen:

Bittet jetzt den kanadischen Premierminister Justin Trudeau das Robbenmassaker zu beenden.

 

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.