Bekleidung Daunen Pelz

Genial: PETA USA kauft Canada Goose Aktien

Noch diese Woche wird sich der Outdoorhersteller Canada Goose erstmalig mit Stammaktien an der Börse platzieren. PETA USA steht bereit, um sich einige der ersten Wertpapiere zu schnappen und das Thema Tierrechte direkt in die Vorstandsetage zu katapultieren.

Es werden nur so viele Anteile gekauft, wie notwendig sind, damit PETA USA das Recht erhält, an den jährlichen Hauptversammlungen teilzunehmen und dort vorzusprechen. Dadurch wird es möglich, Themen für die Beschlussvorschläge der Aktionäre vorzutragen und das Unternehmen darin aufzufordern, keine Pelz-Applikationen von Kojoten und Daunenfüllungen für Ihre Jacken mehr zu verwenden.

Tierfreunde auf der ganzen Welt sind über die massive Verwendung von Federn und Pelzen von Canada Goose schockiert und bekümmert. Weshalb das so ist, seht ihr in diesem weit verbreiteten Video, das zeigt, wie in Fallen gefangene Kojoten geschlagen, getreten oder zu Tode geschossen werden.  

Bevor der Kampf für die Tiere in den Sitzungssaal gezogen ist, hat ihn PETA USA vor der Haustür des Unternehmens ausgefochten. Schon im vergangenen Jahr hatten sich 50 Aktivisten versammelt, um gemeinsam vor dem Vorzeigeladen von Canada Goose in New York City, gegen die qualvoll hergestellten Jacken und Mäntel zu demonstrieren.

Kurz darauf belagerten 25 demonstrierende PETA-Unterstützer die Eröffnung des ersten Canada Goose Stores in Toronto. Weniger als eine Minute, nachdem die Demonstranten das Gebäude betraten, floh der Geschäftsführer bereits in den hinteren Teil des Ladens.

Auf der Twitter-Seite von Canada Goose kann sich der Firmenchef zum Glück nicht verstecken. Zahlreiche Aktivisten nahmen die Demonstrationen zum Anlass, um sich auf Twitter für die Rechte der Tiere auszusprechen und dem Unternehmen eine klare Botschaft mitzuteilen:

[Übersetzung: Canada Goose: „Für welchen Style interessierst Du Dich? Wir helfen Dir gern dabei, ihn aufzuspüren.“ – Kundin: „Ich hätte gerne ein Gewebe, das nicht in Tierblut getränkt wurde. Habt ihr sowas vielleicht auch?“]

Auch Promis haben sich dem Kampf gegen Canada Goose und seinen blutigen Geschäftspraktiken angeschlossen. Für PETA USA besuchte der kanadische Schauspieler Justin Long eine der Vorzeigefilialen des Unternehmens und versuchte mit den Mitarbeitern über die für Pelz getöteten Kojoten ins Gespräch zu kommen.

Wie du helfen kannst?

Fordere Canada Goose auf, die Verwendung von Pelzen und Daunen zu stoppen

In freier Wildbahn gefangene Kojoten leiden teils tagelang, verlieren viel Blut, erleiden Erfrierungen, Wundbrand und werden von Raubtieren angegriffen. Wenn die Tiere bei der Ankunft des Fallenstellers noch nicht tot sind, werden sie oft erwürgt, erschlagen oder zu Tode getreten.

Auch Gänse und Enten leiden für Canada Goose. Die verwendeten Daunen stammen von Tieren, die für ihr Fleisch und ihre Federn gewaltsam getötet werden. Einigen Tieren wird sogar die Kehle durchgeschnitten, während sie noch bei vollem Bewusstsein und in der Lage sind, Schmerzen zu spüren.

Mit jedem Stich sorgt Canada Goose für Leid und Qualen. Gemütlich und wohl fühlt sich in diesen Jacken niemand. Fordere das Unternehmen jetzt auf, keine Pelze und Daunen mehr zu verkaufen:

Bitte sende eine höfliche Nachricht auf Englisch an den Geschäftsführer Dani Reiss unter dreiss@canada-goose.com oder schicke dem Unternehmen eine Mitteilung über Facebook oder Twitter.

Einen Beispielbrief den ihr verwenden könnt, gibt es hier. Versucht dennoch eigene Worte zu finden, da diese in der Regel mehr bewirken.

 

Über den Autor

Hanna

Hanna ist Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie. Dass sie sich heute für Pelztiere einsetzt, ist ihren zwei Katzendamen zu verdanken.