Ernährung

Konsumenten von Meerestieren verzehren bis zu 11.000 Plastikteilchen pro Jahr

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Laut Medienberichten gibt es eine neue Studie der Universität Ghent in Belgien, die die Konsumenten von Meerestieren, wie zum Beispiel Fischen, Muscheln oder Tintenfischen, bezüglich des Verzehrs von Plastikpartikeln alarmiert. Diese Mikroplastikpartikel reichern sich im menschlichen Gewebe und in den Blutbahnen an und können auf längere Zeit ernsthafte Gesundheitsschäden hervorrufen. Da die Ozeane zunehmend mit Plastik verschmutzt sind und bereits Fischlarven Mikroplastikpartikel konsumieren, reichern sich die Mikroteile über die Nahrungskette an – und landen so auch in immer größeren Mengen im menschlichen Körper.

Prognose zum Ende des Jahrhunderts: 780.000 Plastikteilchen pro Person und Jahr

Die Wissenschaftler der bislang ausschließlich mit Sky News geteilten Studie befürchten, dass bis zum Ende dieses Jahrhunderts der regelmäßige Verzehr von Meerestieren zur Aufnahme von 780.000 Plastikteilen pro Person und Jahr führen kann. Viele Partikel werden wieder ausgeschieden – aber tausende bleiben im Körper. Dr Colin Janssen, der Studienleiter, hält die Anreicherung von Plastikpartikeln im Körper für „beunruhigend“, auch wenn die exakten gesundheitlichen Folgen bislang noch weitgehend unerforscht sind.

Das können wir tun, um uns vor Mikroplastikpartikeln im Essen zu schützen:

  • Streichen wir Fische, Muscheln und alle anderen Meerestiere vom Teller. Nicht nur aus ethischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. So retten wir die Meeresbewohner und bleiben selbst auch gesund.
  • Hören wir auf Plastik zu kaufen. So schützen wir die Ozeane und ihre Bewohner.

Ihr wisst es ja: Meeresbewohner sind Freunde – und kein Essen. Hier geht es zu unserem Veganstart-Programm. Danke Euch!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.