Ernährung

Stopfleber: Staatliche Unterstützung für Tierquälerei

Die derzeit in Europa grassierende Vogelgrippe hat bereits hunderttausende Opfer gefordert – und es werden noch mehr werden. Medienberichten zufolge sind alleine in Frankreich bereits 600.000 Enten den Tötungen zum Opfer gefallen, 900.000 sollen noch folgen. In Bulgarien kann man von 450.000 getöteten Tieren ausgehen. Es sind die Folgen eines kranken Systems, in welchem Tiere zu Tausenden auf kleinstem Raum einsperrt und bereits nach kurzer Zeit getötet werden.

In den letzten Jahren haben bulgarische Produzenten zunehmend versucht, sich auf dem globalen Markt für das Tierqualprodukt Stopfleber zu etablieren. Die bulgarische Regierung hat sich in der Folge der Vogelgrippe nun zu einem denkwürdigen Schritt entschlossen: Ihr grausames und tödliches „Business“ von der Regierung mit 9,7 Millionen Leva gefördert – umgerechnet fast 5 Millionen Euro!

Die Maßnahme belohnt die potentiellen Verursacher der Vogelgrippe

Die Ursachen für den Ausbruch der Vogelgrippe sind bislang noch ungeklärt. Fakt ist, dass in der Geflügelwirtschaft Milliarden von Tieren zwischen allen Kontinenten hin- und hertransportiert werden. Hunderte Millionen Hühner stehen in den Ställen auf ihren eigenen Exkrementen, in der immer noch vorhandenen Batteriekäfighaltung kommen die Hühner der unteren Käfigreihen mit den Ausscheidungen der oberen unmittelbar in Berührung.

In riesigen Mengen landet der Geflügelmist auf Feldern und Äckern, die auch von Zug- und Wildvögeln aufgesucht werden. Einiges spricht dafür, dass die Ursachen in den Ställen zu suchen sind, in denen die Tiere massenhaft zusammengepfercht ihr Dasein fristen.

Stopfleber: Eine „Delikatesse“ der Verzweiflung

Aus gutem Grund verbietet das deutsche Tierschutzgesetz die Herstellung der Stopfleber in Deutschland. Auf den Farmen werden den Vögeln mehrmals pro Tag lange Röhren durch den Hals gerammt, durch die sie mit Unmengen von Maisbrei „gestopft“ werden.

Die sensiblen Tiere bekommen ein Vielfaches ihres natürlichen Nahrungsbedarfs direkt in den Magen gedrückt, in der Folge schwillt die Leber in kürzester Zeit auf ein vielfaches ihrer normalen Größe an – eine schmerzhafte Tortur, die die Tiere oft verwundet zurücklässt und manchmal auch zum direkten Tod führt.

Gemeinsam für die Tiere

Der Verkauf von Stopfleber ist in Deutschland nach wie vor erlaubt. Helft den Tieren, indem ihr z. B. Restaurants und Online-Shops kontaktiert, die noch immer Stopfleber im Angebot haben – gerne mit unserer Textvorlage.

 

Über den Autor

Christiane

ist Junior-Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie hat in Konstanz Politikwissenschaften studiert.