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Klirrende Kälte und Dauerfrost – Wintertipps für Tiere

© Conny Maisch

In Deutschland ist der Winter angekommen. Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbreich sind möglich. Brrrr. Vielerorts schneit es immer wieder. Wir Menschen wissen, wie wir uns schützen können. Eine wärmende Suppe, ein heißer Tee und die Kuscheldecke helfen, um auf warme Gedanken zu kommen.

Im Folgenden findest du hilfreiche Tipps, wie unseren tierischen Freunden der Winter etwas leichter gemacht werden kann:

 Hunde, Katzen, Kanichen und Co.

  • Eigentlich sollte jeder Hund ein liebevolles und warmes Zuhause genießen können. Doch leider werden auch in Deutschland noch immer viele Vierbeiner an Ketten oder in Zwingern im Freien gehalten.  Solltest du einen Hund sehen, der draußen leben muss, bitte kontrolliere, ob Wasser und Nahrung nicht eingefroren sind. Falls die Möglichkeit besteht, sprich den Hundehalter an und mache klar, dass Hunde bei klirrender Kälte nicht draußen sein sollten.
  • Hunden kann Streusalz an den ungeschützten Ballen brennen. Du kannst deinem Vierbeiner helfen, indem du vor dem Spaziergang die Pfoten mit Pfotenschutzcreme einreibst. Die Reste solltest du nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser entfernen. Einige Hunde kommen auch sehr gut mit Hundeschuhen zurecht, die die sensiblen Pfoten schützen.
  • © Conny Maisch

    Sollte dein Vierbeiner sehr kurzes oder dünnes Fell haben und schnell frieren, kann ein spezieller Hundemantel deinem Hund den Spaziergang sehr viel angenehmer gestalten.

  • Etwa 2 Millionen heimatlose Katzen fristen auf den deutschen Straßen ein entbehrungsreiches Leben. Ohne Unterschlupf können sie erfrieren. Zögere nicht, den Tieren eine kleine Hilfestellung zu geben, die viel Leid verhindern kann: Geöffnete Scheunen, Gartenlauben, Garagen oder Keller können Leben retten!
  • © Madeleine Hellmann

    Wenn deine Katze auch im Winter gerne draußen ist, sollten du sicherstellen, dass sie jederzeit Zugang zu einem warmen Plätzchen hat – am besten bei dir Zuhause 🙂

  • Im Freien gehaltene Kaninchen benötigen bei Kälte noch mehr Bewegung! Dazu eignet sich am besten ein abgesicherter Auslauf um sich warmzuhalten. Den Stall solltest du mit viel Stroh ausgepolstern. Und ganz wichtig: Mehrmals tägliche Wasserwechsel, da es immer wieder einfrieren kann.
  • Vögel finden nur schwer Nahrung, wenn alles gefroren ist. Du kannst den Tieren mit einem Vogelhäuschen und geeignetem Futter leichter durch die eisige Jahreszeit helfen.

Tiere auf der Weide

  • Tiere, die im Freien auf der Weide stehen, müssen unbedingt einen geeigneten Witterungsschutz haben.
  • Bitte achte auch darauf, dass ihnen eine frostsichere Wasserversorgung zur Verfügung steht. Pferde zum Beispiel benötigen im Winter ebenso viel Wasser wie im Sommer – etwa 30 bis 60 Liter pro Tag!
  • Damit der Körper ausreichend Wärme produzieren kann, müssen die Tiere ausreichend Nahrung zu sich nehmen! Ihnen muss ständig Heu guter Qualität zur Verfügung stehen, um ihren gesteigerten Kalorienbedarf zu decken.
  • Bitte achte ebenso darauf, dass die Tiere nicht auf einer überfrierenden Matschkoppel stehen. Die entstehende Eisglätte bei Frost kann schlimme Verletzungen hervorrufen! Generell sollte ein dauerhaft feuchter oder matschiger Boden vermieden werden, da er zu Erkrankungen der Klauen und Hufe führen kann.
  • Achte genau auf den Gesundheitszustand der Tiere! Erste Krankheitsanzeichen können beispielsweise eine verminderte Nahrungsaufnahme, Verhaltensänderungen, Nasenausfluss oder Husten sein. In diesem Fall ist ein Tierarzt zu rufen.

Wir wünschen allen Vier- und Zweibeinern, dass sie gesund und munter durch den Winter kommen.

 

Über den Autor

Dörte

ist Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland. Sie hat Veterinärmedizin in Leipzig studiert.