Haustiere

Tierleid auf den Straßen – Betteln mit Hunden

© Tiertafel München e.V.

Immer wieder berichten Tierschützer über die Problematik des Bettelns mit Hunden. Nicht nur Großstädte wie München oder Berlin sind betroffen. Seit Jahren sollen die Tiere vielerorts bei tierlieben Passanten Mitleid erwecken. Nun steht die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür – und damit ist Hochsaison für diese Art der Tierqual.

© Tiertafel München e.V.
© Tiertafel München e.V.

Häufig handelt es sich um organisierte Bettel-Banden aus Osteuropa, die gezielt mit besonders jungen und niedlichen Hunden aus „osteuropäischen Massenproduktionen“ auf der Straße Geld erbetteln. Die Hundebabys leiden von Beginn ihres Lebens an. Ihre Mütter vegetieren in völlig verdreckten und dunklen Zwingern oder Käfigen. Viele sehen nie das Tageslicht und werden regelrecht als Gebärmaschinen missbraucht. Außerdem werden die Welpen vielfach deutlich zu jung von ihren Müttern getrennt, sind häufig krank und von Parasiten befallen. In Deutschland angekommen geht ihr Leiden weiter.

Beispiel München

Mitarbeiter der Tiertafel München e.V. entdeckten kürzlich einen Hund, der vermutlich medikamentös ruhig gestellt wurde. Das Tier war kaum wach zu bekommen! Die Masche ist bekannt: Den Tieren werden Cocktails aus Schmerzmitteln und Alkohol verabreicht, denn sie sollen möglichst apathisch und ruhig wirken, um noch mehr Geld einzunehmen. Mittlerweile vermietet die Bettel-Mafia offenbar sogar Hunde an Bettler! Systematisch werden Mensch und Tier ausgebeutet.

Andrea de Mello von der Tiertafel München e.V. erklärt:

„Niemand muss sein Tier zum mitleidhaschenden Betteln missbrauchen. Für Obdachlose mit Hund gibt es Hilfsangebote vom TSV und der Tiertafel München e.V.“

Der Verein gibt kostenlos Futter und Zubehör an Bedürftige aus und unterstützt bei Bedarf auch mit Tierarztkostenzuschüssen.

Was ihr tun könnt

  • Bitte spendet in keinem Fall Geld, wenn ihr den Eindruck habt, dass es sich um gewerbsmäßiges Betteln handelt! Damit unterstützt ihr das Leid der Hunde, die vermeintlich niedlich schlafend auf den Straßen vegetieren müssen.
  • Kauft niemals – auch nicht aus Mitleid – einen Hund von einem Bettler. Damit macht ihr alles noch schlimmer, denn für „Nachschub“ wird gesorgt. Es bedeutet, dass noch mehr Hunde leiden müssen.
  • Bitte unterschreibt die Petition der Tiertafel München!

 

Über den Autor

Dörte

ist Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland. Sie hat Veterinärmedizin in Leipzig studiert.