Haustiere

35 Kaninchenfakten, die ihr nicht nur zu Ostern wissen solltet

© Verena Stiess
© Verena Stiess

1. Kaninchen leben immer in Gruppen.


2. Sie können etwa zehn Jahre und noch älter werden – ungefähr genauso alt wie Hunde!


3. Sehr große Kaninchen können in Ausnahmefällen sogar über einen Meter lang werden! (Hättet ihr das gewusst?)


4. Tatsache ist, dass sie sich schnell und oft vermehren. Ihr solltet eure Kaninchen in jedem Fall kastrieren lassen!
5. In der Natur sind Kaninchen eifrige „Nahrungsbeschaffer“.


6. Kaninchen machen Freudensprünge wenn sie glücklich sind.

So sieht ein Freudensprung aus:


Oder so:


Wundervoll, nicht wahr?

7. Wenn Kaninchen zufrieden sind, schnurren sie. Nicht genauso wie eine Katze schnurrt, eher wie Zähneklappern oder leises Kauen – ein sehr süßes Geräusch!


8. Kaninchen essen ihre eigenen Ausscheidungen.
9. Diese besonderen Ausscheidungen heißen Blinddarmkot (Fachwort: Caecotrophie).
10. Es mag sich zwar komisch anhören, aber dieser sogenannte Weichkot enthält sehr wichtige Nährstoffe (vor allem Vitamine) für die Kaninchen.

Dies ist ganz natürlich und wer könnte bei dem Anblick eines so süßen Kaninchens schon in irgendeiner Weise „angewidert“ sein? Niemals! 🙂


11. Kaninchen haben ganz unterschiedliche Persönlichkeiten…
…genau so wie Menschen, Katzen oder Hunde!


12. In der Natur graben sich Kaninchen in die Erde. Eine Vielzahl solcher mit einander verbundenen Tunnel nennt sich Kaninchenbau.
13. In jedem Kaninchenbau gibt es verschiedene Nistplätze – Kaninchen haben richtige „Kinderzimmer“!
14. Und gleichzeitig haben sie viele Möglichkeiten um im Ernstfall schnell aus dem Bau heraus huschen zu können.
15. Kaninchen mögen es nicht, gebadet zu werden.

(Da sie sehr saubere Tiere sind, ist ein Bad auch gar nicht nötig! Kaninchen solltet ihr nur in Ausnahmefällen baden, wenn dies von einem Tierarzt verordnet wurde.)


16. Kaninchen können sich auch langweilen.
17. Sie brauchen viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen und müssen immer in einer Gemeinschaft leben. Nur so können sie richtig glücklich sein.
18. Sie sind sehr soziale Tiere und sollten idealerweise in Paaren adoptiert werden, in denen sie sich gut verstehen.


19. Kaninchen sind nicht die richtigen tierischen Freunde für Menschen, die grundsätzlich wenig Erfahrung mit tierischen Mitbewohnern haben…
20. …da sie sehr anspruchsvoll sind und eine ganz spezielle Versorgung benötigen.
21. Zum Beispiel müssen Kaninchenhalter ihre Wohnung in jedem Fall kaninchensicher machen…
22. denn Kaninchen sind dafür bekannt, an Kabeln, Pflanzen und Möbeln zu nagen. Ohne eine ausreichende Sicherung können sie sich schwer verletzen!

Ein von @rorschachbunny gepostetes Foto am


23. Kaninchenzähne hören nie auf zu wachsen. Auch ihre Krallen wachsen lebenslänglich wie unsere Fingernägel.
24. Daher müssen die Krallen regelmäßig kontrolliert und gekürzt werden, wenn sie zu lang wachsen. Wichtig ist es ebenso, stets ihre Essgewohnheiten zu überprüfen und sicher zu gehen, dass ihre Zähne nicht zu lang werden und ihnen Schwierigkeiten beim Essen bereiten. Im Zweifel solltet ihr euren Tierarzt konsultieren.


25. Kaninchen sind biologisch betrachtet Beutetiere.
26. …das heißt sie werden sich nie so verhalten als wären sie verletzt, selbst wenn sie Schmerzen haben. Kaninchenhalter müssen daher sehr achtsam sein und auf jedes kleine Symptom achten, um sicher zu gehen, dass die kleinen Fellknäule gesund und glücklich sind.
27. Wenn ein Kaninchen krank ist oder einen Vorsorgetermin hat, sollte man am besten zu einem spezialisierten Tierarzt gehen, der sich sehr gut mit Kaninchenmedizin auskennt.


28. Es wir vermutet, dass die Schwänze von Kaninchen weiß sind um ihre Feinde zu verwirren.
29. …bei einem Richtungswechsel des Kaninchens (Hakenschlagen), kann das Weiß den Feind ablenken.


30. Kaninchen sind dämmerungsaktiv.
31. Kaninchen sind die dritthäufigsten Tiere in Tierheimen, gleich nach Hunden und Katzen. 🙁
32. Denn genau wie bei Hunden und Katzen, lassen viele Kaninchenhalter ihre Tiere nicht kastrieren.
33. Leider werden sie außerdem spontan im Kleintierhandel gekauft.
34. Kaninchen sind keine Ostergeschenke!

Ein von PETA (@officialpeta) gepostetes Foto am


35. …denn sich um sie zu kümmern ist eine lebenslange Verpflichtung. Ihr tragt die Verantwortung für euren tierischen Freund!

Falls ihr die Möglichkeit habt, ein Kaninchen bei euch aufzunehmen, geht bitte immer in ein Tierheim und gebt einem heimatlosen Tier eine Chance auf ein glückliches Leben. Informiert euch umfassend, wie ihr euch optimal um euren tierischen Freund kümmern könnt.

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Über den Autor

Dörte

ist Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland. Sie hat Veterinärmedizin in Leipzig studiert.