Ernährung

Zahlen und Fakten? Fleischerzeugung 2015

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Das Statistische Bundesamt hat nun die neuen Zahlen der Fleischerzeugung im Jahr 2015 herausgegeben. Was sich nüchtern liest, in Ziffern, Prozentwerten, Tonnenangaben, Zunahmen und Rückgängen, ist in Wahrheit der ein Alptraum für jedes einzelne Individuum, dessen Leben vorzeitig und gewaltvoll beendet wurde. Nur um dann auf den Tellern zu landen und gegessen zu werden.

59,3 Millionen Schweine wurden 2015 in Schlachthöfen getötet – die Statistik sagt, es sind 0,8 % mehr als im Vorjahr, also 477.900 Tiere. Das ist eine Steigerung um fast die Anzahl der Bewohner Duisburgs! Männliche Ferkel werden ohne Betäubung oder Schmerzmittel kastriert, allen Tieren werden ohne Betäubung die Eckzähne abgeschliffen und die Schwänze kupiert, damit sie dann in viel zu großen Gruppen auf viel zu engem Raum, meist auf Spaltenböden und ohne Einstreu ihr kurzes, trauriges Leben verbringen. Wie ein Schweineleben in Deutschland aussieht, zeigen diese Bilder.

3,5 Millionen Rinder – also, um im Städtevergleich zu bleiben etwa alle Einwohner Berlins – wurden für 1,1, Millionen Tonnen Fleisch getötet. Da den Tieren nicht nur die Hörner – oftmals vollkommen betäubungslos – ausgebrannt werden, sondern sie auf Masse gezüchtet werden, brachten sie durchschnittlich 2,15 kg mehr Fleisch als zuvor und es wurden etwa 55.000 Tiere weniger mit Bolzenschuss betäubt, an den Beinen aufgehängt kopfüber die Kehle durchtrennt bekommen. Laut Bundesregierung sind bis über neun Prozent der Rinder dabei nicht ausreichend betäubt.

Hühner, Enten und Puten spricht die statistische Erfassung schon lange jegliche Individualität ab, deshalb werden sie in Tonnen unter dem Begriff Geflügel zusammengefasst. 1,52 Millionen Tonnen, 0,6 % oder 8.900 Tonnen weniger als im Vorjahr war es 2015. Immerhin weniger – doch insgesamt wurde 8,22 Millionen Tonnen Fleisch „produziert“, ein Rekordwert! Dabei nimmt die Zahl der Vegetarier und Veganer doch zu… Wie kann das sein? Nun, viel geht in den Export…

Doch das Leiden und Sterben findet hier statt, wie die Zahlen belegen. Deshalb unterstütze unsere Petition und lebe vegan!

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Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.