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Klare Worte: Pamela Anderson gegen Foie gras

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Eine große Chance für die Gänse und Enten: Gestern schlug der französische Umweltminister ein Gesetz vor, welches die Zwangsmästung von Tieren endlich verbieten soll. Unterstützung bekam er von Superstar und Tierrechtsaktivistin Pamela Anderson, die sich in Paris an die Politiker wandte.

Die Praxis der Zwangsmästung von Enten und Gänsen für die vermeintliche Delikatesse Foie gras ist in den meisten europäischen Ländern aus Tierschutzgründen bereits verboten, wird in Frankreich jedoch noch angewandt. Dazu werden den Vögeln lange Röhren in den Rachen hinuntergestoßen und große Mengen Maisbrei in den Magen gepumpt – mehrere Male täglich! Ihre krankhaft erweiterten Lebern drücken gegen die Lungen, erschweren das Atmen und lassen sie ständig um Luft ringen. In ihrer Rede erklärte Anderson:

Wir müssen über Barbarei und Ignoranz hinwegkommen: Foie gras ist schlicht eine Krankheit, Steatosis hepatis oder Fettlebererkrankung genannt. Es bedeutet, dass die Tiere gezwungen sind, ihr kurzes Leben lang entsetzliche Schmerzen, Durchfall, Entzündungen und Verletzungen zu ertragen, bis zu dem Tag, an dem sie getötet werden. Was wir in den Läden sehen, sind sterile Dosen eines ordentlich und hübsch verpackten Produktes, sie verschleiern die Realität dessen, was wirklich dahintersteckt.

Mehr als achtzig französische Tierrechts- und Tierschutzgruppen haben sich bereits gegen die Produktion von Foie gras ausgesprochen und tausende Vereine weltweit, auch PETA Deutschland und die Pamela Anderson-Stiftung, kämpfen für ein Verbot der grausamen Zwangsmästung. Eine Umfrage aus dem Dezember 2014 zeigt auf, dass mehr Franzosen Stopfleber ablehnen als jemals zuvor. Pamela erklärte weiter:

Ich möchte Frankreich höflich darum bitten, die Werte des Mitgefühls, der Empathie und der Respekts vor Tieren anzunehmen. Ich möchte Sie respektvoll dazu auffordern, eine Industrie zu verbieten, die von entsetzlichem Leiden und Misshandlung profitiert, um ein Produkt zu produzieren, dass nicht nur giftig ist für diejenigen, die es konsumieren, sondern auch toxisch für alle Herzen und Seelen der gesamten Menschheit.

Was du tun kannst
Während die Produktion von Stopfleber in Deutschland verboten ist, darf das Qualprodukt dennoch auch hier vertrieben werden. PETA fordert alle Restaurants und Geschäfte dazu auf, die noch aus der Grausamkeit an den Enten und Gänsen Profit schlagen, Stopfleber nicht mehr anzubieten oder zu vertreiben.

Wenn du feststellen musst, dass Stopfleber angeboten wird, schweige nicht sondern bitte die Betreiber des Geschäfts, Online-Shops oder Restaurants freundlich, diese Grausamkeit nicht länger zu unterstützen. Hier findest du Tipps und Textvorlagen. 🙂

Über den Autor

Christiane

ist Junior-Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie hat in Konstanz Politikwissenschaften studiert.