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Hummer – gekocht werden tut weh!

Im Dezember klärte PETA Deutschland zahlreiche Restaurantbetreiber über die grausamen Transport- und Haltungsbedingungen der Hummer auf…mit schockierendem Ergebnis!
Viele Betreiber waren nicht einmal bereit, sich einige wenige Minuten Zeit für die Anliegen der Hummer zu nehmen. Die anderen betonten, „ihren“ Hummern ginge es gut, obwohl PETA Beschwerden über die Haltungsbedingungen erreicht hatten. So schrieb uns ein Restaurant:

„Gerne teile ich Ihnen dennoch mit das wir ausschließlich nachhaltige Produkte anbieten und diese selbst vom Koch […] auch fachgerecht zubereiten und verarbeiten.“

Zeit, ein für alle Mal klarzustellen: Hummer zu essen ist NIEMALS tierfreundlich. Hier erfahrt ihr, warum das so ist!

1. Und es wird immer heißer…
Hummer werden getötet, indem sie in einen Topf mit kochendem Wasser geschmissen werden. Manche Köche verlängern den minutenlangen Todeskampf der Hummer sogar noch zusätzlich, indem sie mehrere Hummer auf einmal umbringen oder die Hummer im immer heißer werdenden Wasser langsam und qualvoll verbrühen lassen. Es bleibt dabei, es gibt keinen Weg, einen Hummer schmerzfrei zu töten!!! Manche Köche töten die Hummer auch durch lebendiges Halbieren. Der Hummer bekommt in diesem Fall bei vollem Bewusstsein mit, wie er langsam und qualvoll zerteilt wird! Der Hummer empfindet das Aufschneiden in etwa so, wie wir es auch fühlen würden.

2. Langer und qualvoller Transport…
Die meisten Hummer stammen aus Nordamerika. Nach dem Fang werden die Tiere in großen Fabriken auf Fließbändern nach Größe sortiert und mit zusammengebundenen Scheren einzeln in dunkle, enge Metallboxen verpackt. In Kühlhäusern bleiben sie ohne Futter manchmal wochenlang bewegungslos aufgestapelt, bis sie in alle Welt verschickt werden. Auch beim Fischhändler sitzen sie weiterhin mit zusammen gebundenen Scheren, aufeinander gestapelt und ohne Futter in kleinen Becken.

3. Die Hummer sterben aus
Hummer zu essen ist auch niemals nachhaltig: Vor der Küste Helgolands gab es einst einen reichen Hummerbestand, doch inzwischen ist der Hummer vom Aussterben bedroht. Im Atlantik gibt es noch größere Hummerbestände, doch auch in den USA und in Kanada bleiben als Folge der Überfischung durch den Menschen immer mehr Körbe leer.
Das Restaurant schreibt weiter:

„Wir lieben Tiere, haben auch selbst welche und wissen daher auch ein Nahrungs- von einem Genussmittel zu differenzieren und mit diesem auch so umzugehen.“

Wir sind der Ansicht, dass die Grundrechte aller Tiere, also ihre ureigensten Interessen, berücksichtigt werden müssen, egal, ob die Tiere für den Menschen von irgendeinem Nutzen sind oder als Delikatesse gelten. Genau wie wir können sie leiden und wollen ihr eigenes Leben leben, frei und unversehrt! Daher steht es uns schlicht nicht zu, Hummer zu fangen, zu quälen oder zu töten.

Was du tun kannst: Iss niemals einen Hummer und bitte deine Freunde und Bekannten, dies auch nicht zu tun. Wenn du siehst, dass ein Restaurant Hummer anbietet, mache die Betreiber höflich darauf aufmerksam, dass Hummer sensible und komplexe Tiere sind, die IMMER leiden müssen, bevor sie auf den Teller kommen.

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Über den Autor

Christiane

ist Junior-Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie hat in Konstanz Politikwissenschaften studiert.