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Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Haltung exotischer Tiere in Zoos ab – Die 4 wichtigsten Gründe

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Der Wandel zu mehr Mitgefühl mit Tieren in unserer Gesellschaft ist unübersehbar. Auch die Rolle der Zoos wird zunehmend kritisch hinterfragt. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge finden 49 % der Deutschen die Haltung exotischer Tiere in Zoos moralisch nicht in Ordnung. Lediglich 37 % haben damit kein Problem, 14 % sind ohne Meinung.

In Gesprächen mit ehemaligen Zoobesuchern und Kindern werden uns immer wieder diese vier Gründe für die ablehnende Haltung genannt:

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Elefant im Stuttgarter Zoo

1. Qual-Gehege
Die meisten Menschen empfinden keine Freude, sondern Mitleid, wenn sie verhaltensgestörte Eisbären oder Tiger stundenlang im Kreis laufen sehen. Affen liegen apathisch auf dem Boden oder auf einer Plattform, anstatt auf Bäumen zu klettern und mit Artgenossen zu interagieren. Elefanten werden mit dem Elefantenhaken gequält. Wer will dafür heutzutage noch Eintrittsgeld ausgeben?

2. Das Artenschutz-Märchen
Das Märchen vom Artenschutz kann auch keiner mehr hören. Für 99,9 % aller Tiere bedeutet der Zoo ein lebenslanges Gefängnis. Insbesondere die bedrohten Arten wie Eisbären, Menschenaffen oder Tiger können überhaupt nicht ausgewildert werden, wenn sie im Zoo geboren wurden. Tiere für immer und ewig einzusperren hat NICHTS mit Artenschutz zu tun. Mit den vielen Millionen Euro an Steuergeldern, die jedes Jahr in Zoo-Subventionen versanden, könnten die natürlichen Lebensräume effektiv geschützt werden.

3. Zoos töten und verschachern Tiere
Jetzt ist amtlich: Zoos töten Tiere, um ihre Bestände zu „regulieren“, oder sie verkaufen sie an dubiose Tierhändler. Am Ende können die ehemaligen „Schützlinge“ dann im Zirkus, im Gourmet-Restaurant, als Sonderangebot im Internet oder sogar im Tierversuchslabor landen.

4. Kinder lernen… nichts
Viele Eltern gehen nicht mehr mit ihren Kindern in den Zoo, weil sie dort falsches Wissen beigebracht bekommen. Was lernt ein Kind über einen Orang Utan, der immer wieder seine eigene Kotze aufisst, über einen Eisbären, der mit Psychopharmaka sediert wurde, damit er nicht stundenlang im Kreis läuft, oder über einen Vogel, der sein Leben lang im Käfig hocken muss, anstatt zu fliegen?

Bitte besuche keine Tiergefängnisse. Hintergrundinformationen zu dem Thema auf PETA.de/Zoo-Hintergrund.

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Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.