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38. Orca stirbt bei SeaWorld

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Update 17.03.2016
SeaWorld hat soeben bekannt gegeben, dass sämtliche Orca-Zuchtprogramme im Laufe dieses Jahres eingestellt werden. Somit wird die Haltung der Meeressäuger in Gefangenschaft beendet – allerdings erst langfristig, wenn alle Tiere dort gestorben sind. Unsere Kollegen von PETA USA haben viele Jahre dafür gekämpft, und wenigstens zukünftigen Generationen von Orcas bleibt die Tierqual in den engen Tanks von SeaWorld erspart.

Die Forderung von PETA USA an SeaWorld ist aber, die Zuchtprogramme sofort einzustellen, und nicht irgendwann dieses Jahr. SeaWorld muss außerdem seine Becken öffnen und die gefangenen Orcas in betreute Meeresbuchten umsiedeln, damit sie zumindest den Hauch eines echten Orca-Leben erfahren können.

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Beitrag vom 30.12.2015:

Die 18-jährige Schwertwal-Dame Unna, Gefangene bei SeaWorld in San Antonio (USA), starb letzte Woche nach langer Krankheit. Unna litt unter der Pilzinfektion Candida. Sie war die Tochter von Tilikum – dem Orca von SeaWorld Orlando, um den es in dem Dokumentarfilm Blackfish geht.

In freier Wildbahn werden Orcas durchschnittlich 50 Jahre alt – es sind aber auch Fälle von Tieren bekannt, die über 100 wurden. Unnas Leben war noch nicht einmal halb so lang. Und sie durfte niemals erfahren, wie es ist, kilometerweit durch das offene Meer zu schwimmen.

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Orcas für Shows missbraucht

Kein Leben bei SeaWorld
Unna wurde in Gefangenschaft geboren und ist mittlerweile der 38. Orca von SeaWorld, der weit vor seiner eigentlichen Lebenserwartung starb. Wobei man wohl kaum von einem „Leben“ sprechen kann, wenn man seiner Mutter schon vor dem 6. Geburtstag entrissen und mit 8 Jahren geschwängert wird, dann ein totes Kalb austrägt und keinerlei Beschäftigung oder die Möglichkeit hat, natürlichem Verhalten nachzugehen. Unna zupfte deshalb wie besessen an der Farbe auf dem Grund des Show-Beckens herum und trug dabei schwere Gesichtsverletzungen davon.

Unnas Pilzinfektion kommt bei Orcas in Gefangenschaft häufig vor. Allerdings liegen keine Beweise dafür vor, dass auch Orcas in freier Natur darunter leiden. PETA fordert SeaWorld deshalb auf, Orcas nicht mehr länger zu einem schrecklichen Leben voller Entbehrungen in winzigen Becken zu verurteilen und die gefangenen Tiere stattdessen in betreuten Meeresbuchten unterzubringen.

Achtunddreißig tote Orcas sind 38 zu viel!

Was ihr tun könnt:
Kein Orca verdient ein Leben oder einen Tod in Gefangenschaft. Bitte fordere SeaWorld über diese Online-Petition von PETA USA auf, keine Orcas mehr zu züchten und für die verbleibenden Tiere betreute Meeresbuchten als Auffangstationen zu bauen.

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Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.