Tierversuche

Hochmoderne Testverfahren ohne Tierversuche

Tierversuche-Mauese-Ratten-106-0667-c-PETA-USA

Für eine Toxikologie mit alternativen Testverfahren

Wissenschaftler des PETA International Science Consortium Ltd. (PISC) präsentierten letzte Woche Möglichkeiten, mit denen sich grausame Chemikalien-Tierversuche mit hochmodernen, tierfreien Testverfahren ersetzen lassen.

Die diesjährige Jahrestagung der US-amerikanischen Gesellschaft für Toxikologie (Society of Toxicology, SOT) in San Diego umfasste 160 wissenschaftliche Symposien und 2400 Poster-Präsentationen. Gemeinsames Ziel dieser zahlreichen Beiträge ist der wissenschaftliche Fortschritt, mit dem eine sichere und gesunde Welt geschaffen werden soll. PISC-Wissenschaftler wissen wie sich dieses Ziel am besten erreichen lässt: Indem veraltete und unsichere Tierversuche durch moderne Testverfahren ersetzt werden, die eine effektive Bewertung von Sicherheitsrisiken für Mensch und Umwelt bei der Verwendung von Chemikalien ermöglichen und gleichzeitig das Leben unzähliger Tiere retten.

Unter der Leitung der PETA-Mitarbeiterin Dr. Amy Clippinger, der neu ernannten Vizepräsidentin des SOT-Fachbereiches für alternative Testverfahren, präsentierte das PISC-Team im Rahmen der Tagung drei informative Poster. Das erste Poster bot Informationen zur beliebten Webinar-Serie von PISC, in der tierfreie Testverfahren erläutert werden, deren Nutzung die europäischen Testanforderungen erfüllt. Die vielbesuchten Webinare bieten unzähligen Unternehmen eine Orientierungshilfe in Hinblick auf die Einführung von Testverfahren, die nicht nur human, sondern auch effektiv sind.

Das zweite Poster der PISC-Wissenschaftler stellte ein Konzept zur Risikobewertung von Nanomaterialien mit In-vitro-Teststrategien vor. Obwohl Nanopartikel kleiner als ein Zehntel Mikrometer oder der Durchmesser eines Haares sind, werden diese mikroskopisch kleinen Teilchen künftig einen großen Einfluss auf unser Leben ausüben. Nanopartikel kommen bei der Produktion von verschiedensten Erzeugnissen zum Einsatz – angefangen von Lebensmittelverpackungen über Textilien bis hin zu Farben. Seit Kurzem sind sie auch Gegenstand umfassender Sicherheitsprüfungen. Anfang des Jahres richteten PISC-Wissenschaftler einen zweitägigen Workshop zum Thema toxikologische Testverfahren in der Nanotechnologie aus. Ihr Poster veranschaulichte die effektivste Strategie zum Testen von Nanopartikeln, die die Verwendung von tierfreien Testverfahren fördert und gleichzeitig die menschliche Sicherheit erhöht.

Das dritte Poster informierte über Effectopedia, eine im Internet abrufbare Zusammenstellung von Informationen über Chemikalien, die es Wissenschaftlern künftig erleichtern soll, den Einfluss chemischer Stoffe auf den Menschen oder die Umwelt einzuschätzen. Diese wissenschaftliche Datensammlung zu Chemikalien ermöglicht es den Forschern, die Risiken bei der Verwendung chemischer Stoffe gemeinsam und gänzlich ohne die Verwendung von Tieren vorhersagen zu können.

Informiert Euch hier regelmäßig über aktuelle Bemühungen, mit denen PETA und PISC Regulierungsbehörden, Forscher und Unternehmen in aller Welt bei einem schnellen Wechsel hin zu einer modernen und humanen Wissenschaft unterstützen möchten.

Schlagwörter:

Über den Autor

Christopher

Christopher ist promovierter Biologe und Mitglied des PETA International Science Consortium (PISC). Er setzt sich im Bereich der toxikologischen und ökotoxikologischen Chemikalientestung für den Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden ein. Christopher hält es mit Mahatma Gandhi, der sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandelt".