Ernährung

Kennzeichnungspflicht für Eier aus Käfighaltung

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Die Minister der einzelnen Bundesländer sind sich einig: Zukünftig sollen Lebensmittel, in denen Eier aus Käfighaltung versteckt sind, als solche gekennzeichnet werden. Der Antrag dazu wurde von Berlin in die Verbraucherministerkonferenz eingebracht und am Freitag wird die Diskussion fortgesetzt. Wir von PETA begrüßen eine Kennzeichnungspflicht, da Verbraucher dann intensiver auf ein Tierqualprodukt hingewiesen werden und sich einfacher gegen einen Kauf entscheiden können.

Damit sind wir und die Hühner aber noch nicht zufrieden!

Denn jedes Ei bedeutet Entbehrung und Leiden für die Henne. Die unfassbare Anzahl von bis zu 320 Eiern im Jahr hat nichts mit der natürlichen Legeleistung von 10 bis 20 Eiern im Jahr zu tun, sondern wurde vom Menschen angezüchtet. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Huhn ein Vogel ist, der Eier legt, um sich fortzupflanzen. Eine Henne möchte sich wie jede Mutter um ihre Kinder kümmern.

In der heutigen Käfighaltung, die sich täuschend Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen nennt, werden Hühner systematisch gequält, um so billig wie möglich Eier vermarkten zu können. Das Huhn stellt ein reines Produktionsgut dar – es leidet aber weiterhin wie jedes andere Lebewesen dies unter solchen Lebensbedingungen tun würde.

Bio- und Freilandhaltung ist keine Lösung

Jedoch stellen Eier aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung keine Alternative dar. Denn auch hier werden den allermeisten Hühnern die Schnäbel abgetrennt, sie leiden unter der Enge und der hohen Legeleistung, die sie nach einem Jahr so schwach macht, dass sie für den Landwirt unwirtschaftlich werden und im Schlachthaus getötet werden. Und auch in der Biobranche schlüpfen die Küken anonym in großen Brütereien in Plastikkisten anstatt im Nest der Mutter. Auch hier werden die männlichen Küken direkt nach der Geburt vergast oder lebendig geschreddert und auch hier leben die weiblichen Tiere circa ein Jahr, bis ihre Legeleistung nachlässt und sie getötet werden – unter natürlichen Umständen könnte ein Huhn jedoch 10 bis 15 Jahre alt werden.

Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind Eier absolut nicht nötig, da sind sich Ernährungsexperten einig. Im Gegenteil: durch den hohen Cholesteringehalt können sie die Gesundheit sogar gefährden. Eine abwechslungsreiche, rein pflanzliche Ernährung dagegen ist gesund, lecker und bedeutet nachhaltigen Tierschutz.

Zeige Eier und lasse den Hühnern ihre – lebe vegan!

 

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Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.