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Pferderennen: Schockierende Recherche von PETA USA

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In einer neuen Undercover-Recherche bei einem der berühmtesten Trainer für „Rennpferde“ in den USA, Steve Asmussen, haben unsere Kollegen von PETA USA das schockierende Ausmaß der Tierquälerei bei Pferderennen dokumentiert.

Die Pferde von Asmussen bekommen regelmäßig hohe Dosen von unterschiedlichen Medikamenten verabreicht, die zum Ziel haben, den Tieren Höchstleistungen abzuverlangen, obwohl ihre Beine und Lungen längst „Stop“ schreien. Verletzte Pferde, die viel zu krank für solche Rennen sind, werden mit einem Medikamenten-Cocktail fit gespritzt. Einige Pferde werden mit illegalen Elektro-Schockern gequält, um sie zu Höchstleistungen zu „motivieren“.peta-pferderennen-420px

Folge:
Jede Woche sterben durchschnittlich 24 Pferde bei Pferderennen in den USA. Etwa 10.000 ausgemergelte oder verletzte ehemalige Rennpferde landen jedes Jahr in Schlachthäusern. Einen ausführlichen Bericht findet Ihr bei unseren amerikanischen Kollegen und in einem Artikel der New York Times.

Auch in Deutschland kaum anders
Auch hierzulande sind Knochenbrüche, Stürze und Herzversagen bei Pferderennen an der Tagesordnung. Allein im Zeitraum von 2011 bis 2013 mussten insgesamt mehr als 750 Pferde für den Galopp- und Trabrennsport ihr Leben lassen. Das Abverlangen unnatürlicher Höchstleistungen ist laut § 3 Tierschutzgesetz eigentlich verboten. Die brutalen Pferderennen sind ein weiterer Beweis dafür, dass das Tierschutzgesetz in Deutschland nur auf dem Papier besteht. Zum Trainingsalltag von Pferden gehört es in Deutschland auch, dass permanent mit der Peitsche auf sie eingeschlagen wird und sie durch den Einsatz von Zungenbändern, Ohrenstöpseln und Scheuklappen gefügig gemacht werden.

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Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.